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Wermelskirchen: „Hasi“ und „Didi“ sind jetzt auf Sendung

Wermelskirchen : „Hasi“ und „Didi“ sind jetzt auf Sendung

„Wermelskirchen ist die schönste Stadt in Deutschland“, behauptet Bürgermeister Eric Weik stets gerne vor Besuchern aus dem Ausland. Die Dellmänner belächeln diesen Superlativ zwar. Dass Weik trotzdem Recht hat, war Dienstagabend in Vox-TV bei „Goodbye Deutschland“ zu sehen. Zum Serienstart mit den Auswanderern Anke und Dirk Leithäuser, alias „Hasi“ und „Didi“, wurde Wermelskirchen nicht nur häufig, sondern auch stets von seiner Schokoladenseite gezeigt. Da kam das Ambiente auf dem Campingplatz am Gardasee im Vergleich zu Wermelskirchens „guter Stube“ auf der Eich eher schlecht weg.

Anke und Dirk Leithäuser verfolgten den Serienstart im neuen Heim, in Ponti Sul Minciu, mit gemischten Gefühlen. „Uns hat’s relativ gut gefallen, aber wir waren enttäuscht, dass unser Sohn Dennis zu kurz gekommen ist. Das lange Interview mit ihm ist überhaupt nicht gebracht worden. Bei unserem Auszug hat Dennis so viel geholfen, aber die haben noch nicht mal klar gemacht, wer unser Sohn und wer der Freund ist, der auch geholfen hat“, bedauert Anke Leithäuser.

Bei dem tränenreichen Abschied von ihren Kindern seien ihr auch beim Fernsehgucken wieder die Tränen gekommen, gibt Anke Leithäuser zu. „Gestutzt haben wir aber, dass die uns als altes Ehepaar vorgestellt haben. Wir sind zwar seit 21 Jahren verheiratet, aber alt fühlen wir uns deshalb nicht“, schimpft sie. Deutlich heraus kam allerdings auch, dass offensichtlich die Frauen in „Hasis“ Familie das Sagen haben: „Damit kann mein Mann leben, ich habe eben die große Klappe, aber ihm fallen dazu auch immer wieder die entsprechenden Bemerkungen ein,“ schmunzelt Anke Leithäuser. Die nächsten „Goodbye Deutschland-Folgen“ am 17. und am 24. Juni werden die Leithäusers natürlich auch wieder aufmerksam verfolgen, „ob die beim Fernsehen auch alles richtig darstellen“. Derweil läuft am Gardasee der „Bratfritze“ endlich auf Hochtouren. Aus Deutschland ist Wurst-Nachschub eingetroffen. „Um Gewinn zu erzielen, müssten wir 250 Euro pro Tag einnehmen. Das schaffen wir zwar noch nicht immer, aber wir haben die Marke auch schon mal geknackt“, berichtet Anke Leithäuser.

„Didis EM-Knaller“

Ihr „rollender Gourmet-Tempel“ habe aber schon einen großen Bekanntheitsgrad: „Wir haben schon Kunden hier gehabt, die nur wegen unserer Curry-Wurst extra vom anderen Ende des Gardasees angereist sind. Vor allem meine Spezialsoße wird immer wieder gelobt“, freut sich „Hasi“. Aber auch „Didis“ EM-Knaller, die Frikadellen und der Kartoffelsalat, entwickelten sich immer mehr zu Verkaufsrennern. „Und unsere Erbsensuppe hat auch allen am Gardasee geschmeckt“, strahlt „Hasi“.

Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/wermelskirchen

(RP)