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Wermelskirchen: Hasi und Didi in der alten Heimat

Wermelskirchen : Hasi und Didi in der alten Heimat

"So kennt man's in Wermelskirchen: Alles Grau in Grau", stöhnt Dirk Leithäuser. Da wird's höchste Zeit, das rote Hasi-und-Didi-T-Shirt aus dem Koffer zu holen und dem bergischen Grau einen satten Farbtupfer aufzusetzen.

Denn die Wermelskirchen-Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser, mittlerweile besser bekannt als Hasi und Didi vom Gardasee-Imbiss, besuchen jetzt ihre alte Heimat.

Ein Jahr lang haben sie Wermelskirchen nicht gesehen. Und vieles hat sich verändert: Die Telegrafenstraße war letztes Mal noch Baustelle. und die Eich war auch noch nicht fertiggestellt: "Den provisorischen Kreisverkehr fand' ich aber besser. Was ist das denn hier für eine komische Verkehrsführung?", wundert sich Anke Leithäuser.

Und ihr Mann Dirk fragt sich, wie und ob das Blockparken in der Telegrafenstraße denn überhaupt funktioniert: "Italiener würden sich einfach quer stellen und gleich vier Blockparkplätze blockieren", schildert er die Sitten und Gebräuche in seiner neuen Heimat.

Eigentlich sind Leithäusers jetzt auch nicht nur im Urlaub, sondern fast schon auf Marketing-Reise. Denn sie haben bereits einen ganzen Tag lang in Krefeld mit Krimi-Autorin Ingrid Schmitz das Buch vorbesprochen, das sie über Hasi und Didi jetzt schreibt. Heute gibt's einen Interviewtermin beim Regionalradio mit den Leithäusers und der Autorin.

Und anschließend wird weiter gemeinsam an dem Buch gearbeitet, das bereits im Mai herauskommen soll. Es gebe auch schon Arbeitstitel fürs Buch: "Zwischen Frust und Frittenfett" oder "Didi und Hasi? Ja, uns gibt's wirklich!", verraten die beiden. Eines nehmen sich Leithäusers auf jeden Fall vor: "Wenn das Buch herauskommt, dann gehen wir auf Lesereise und beginnen damit bei Marabu in Wermelskirchen."

42,5 Kilo Pommes an einem Tag

Stress sind die Beiden vom Grill inzwischen mehr als gewöhnt — auch vom Weihnachtsmarkt. Sie bilanzieren: "Gut gelaufen, vor allem der zweite Weihnachtstag mit 42,5 Kilogramm verkauften Pommes." Doch Frittenfett her, Frust hin: Ein wenig ÄrgerTrouble gibt's bei Leithäusers auch diesmal wieder zu beklagen. "Da sind auf dem Markt die Standgebühren von 20 auf 50 Euro erhöht worden, aber wir haben alle dagegen demonstriert und sind zweimal geschlossen beim Bürgermeister aufmarschiert", berichtet Anke Leithäuser. Was aus dem Protest geworden ist, erfahren die Auswanderer aber erst bei ihrer Rückkehr.

(RP)