Wermelskirchen: Handballer und Stadt beraten über neue Boden-Versiegelung

Wermelskirchen: Handballer und Stadt beraten über neue Boden-Versiegelung

Nächste Runde im Fall Haftmittel-Nutzung in den Wermelskirchener Sporthallen: Am Mittwochabend stand im nicht öffentlichen Teil des Sportausschusses das Thema "Sachstandsbericht Sporthallenschließung" auf dem Programm. Nach Informationen unserer Redaktion gab es klare Worte zwischen allen Beteiligten, um die Verstimmungen, die zuletzt zwischen Handball-Vereinen und Stadt geherrscht hatten, aus der Welt zu schaffen.

Am Ende wurde folgender Beschluss gefasst: "Die Verwaltung wurde beauftragt, die unterschiedlichen Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung von Handballern und anderen Sportarten zu untersuchen und zur nächsten Sitzung darzustellen". Das teilt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Zum Hintergrund: Im Januar war zwischen Stadt und Handball-Vereinen ein Streit um die Nutzung von Haftmitteln entflammt. Die Stadt sprach ein Haftmittel-Verbot wegen verunreinigter Böden aus, die Handballer wollten davon allerdings nichts gewusst haben. Höhepunkt der emotional geführten Diskussion war ein zweiwöchiges Hallenverbot für TuS und HCW. Jetzt teilt Marner mit: "Es sind momentan keine Sporthallenschließungen (für die Vereine, Anm. d. Red.) geplant." Statt gegeneinander, soll nun miteinander gearbeitet werden. "Der Verwaltung ist sehr an einer guten Zusammenarbeit mit allen Partnern des Sports gelegen. Es wird in Zusammenarbeit mit den Handballern nach einer für alle Seiten vernünftigen Lösung gesucht und konstruktiv daran gearbeitet", sagt Marner.

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Im Sportausschuss am Mittwoch sah das wie folgt aus. Nach Informationen unserer Redaktion wurde erst noch einmal mit der Vergangenheit aufgeräumt. Anschließend, sagt Marner, diskutierten die Anwesenden über Möglichkeiten, die Schwanenhalle für Handballer und andere Sportler gleichermaßen vernünftig bespielbar zu machen. "Es wurden unterschiedliche Varianten andiskutiert, die vor einer Veröffentlichung zunächst noch intern zu prüfen und abzustimmen sind", teilt Marner mit. Zuletzt gab es mehrere Tests in der Schwanenhalle. Dort wurden sowohl selbsthaftende Bälle als auch "Trimona-Haftharz", das auf die Hände gerieben wird, ausprobiert. Im Raum steht eine Neu-Versiegelung des Bodens, die widerstandsfähiger für Harz-Nutzung und maschinelle Reinigung ist. Diese soll laut Schätzungen etwa 30.000 Euro kosten.

Bis diese aufgetragen werden kann, müssen erst noch weitere Tests gemacht und Möglichkeiten ausgelotet werden. "Das Amt für Gebäudemanagement arbeitet mit Hochdruck daran. Eine zeitliche Zusage kann derzeit noch nicht gegeben werden", sagte Marner.

(kron)