Erster WTV-Cup in Wermelskirchen 700 junge Handballer zeigen ihr Können

Wermelskirchen · Die Resonanz auf den ersten WTV-Cup war riesig: 70 Mannschaften nahmen teil – in drei Hallen – und brachten Hunderte Fans mit. Für die Eltern war es hinter den Kulissen ein großer Organisationsaufwand.

Die weibliche D-Jugend vom WTV freut sich über die Heimturnier-Premiere. Der WTV-Cup soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Die weibliche D-Jugend vom WTV freut sich über die Heimturnier-Premiere. Der WTV-Cup soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Foto: Theresa Demski

Mara Victoria Gläser-Hagedorn und Sina Lorenz kommen gerade vom Platz. Die Mädels sind nass geschwitzt. Mit zwei Gegentoren mussten sie sich geschlagen geben. Die Stimmung ist trotzdem bestens. „Das ist einfach ein richtig schönes Turnier“, sagen die jungen Handballerinnen. Die Mannschaft habe am Morgen nicht lange fahren müssen. Es seien viel mehr eigene Unterstützer in der Halle als bei Auswärtsspielen. „Und außerdem kennen wir hier alles in- und auswendig“, sagt Finja Kritzler. Für die Mädchen der weiblichen D-Jugend im WTV ist es ein Heimspiel.

Zum ersten Mal hat ihr eigener Verein zum WTV-Cup eingeladen. „Und die Resonanz hat uns umgehauen“, sagt Katja Berkenberg, die zum Organisationsteam des Turniers gehört. 70 Mannschaften haben sich angemeldet. „Mit so vielen Teilnehmern hätten wir nie gerechnet, als wir die Idee auf den Weg gebracht haben“, sagt auch Britta Wirths. Die beiden Mütter gehören zu der Runde der engagierten Eltern, die die Idee von einem „WTV-Cup“ von einem anderen Turnier mitbrachten. „Wir dachten: Sowas können wir hier doch auch für unsere Kinder auf die Beine stellen“, erzählen sie.

Also luden sie ein – und freuten sich dann, als nicht nur 17 Anmeldungen aus den eigenen Reihen eintrudelten, sondern auch Witzhelden oder Mettmann, Köln, Bayer Leverkusen und die Bergischen Panther Mannschaften meldeten. „Wir haben uns so gefreut, dass wir keinem abgesagt haben, sondern uns um eine dritte Halle bemüht haben“, erzählt Katja Berkenberg. Und so wird am Samstag und Sonntag nicht nur am Schwanen und in der Halle am Gymnasium Handball gespielt – sondern auch in der Schuberthalle.

Am Samstag sind die Mädels dran. Auch die Jungs der F-Jugend tragen ihr Turnier aus. Am Sonntag sind die Mannschaft der D- bis B-Jungen an der Reihe. Insgesamt 14 Turniere stehen über das Wochenende verteilt auf dem Spielplan. „Wir haben einen guten Zeitpunkt im Jahr erwischt“, stellen die Mütter fest. Die Saison macht gerade Sommerpause, und die Handballer freuen sich über jede Möglichkeit, trotzdem zu spielen.

Das bestätigen auch die jungen Handballerinnen der D-Jugend. „Heute geht es um nichts, nur um den Spaß“, erklärt Maria Stock. Und genau das wollen die Sportlerinnen in der Schwanenhalle genießen. „Gewinnen wollen wir natürlich trotzdem“, sagt Mara Victoria Gläser-Hagedorn noch. Der WTV-Cup gebe der Mannschaft aber gleichzeitig die Möglichkeit, die Gegner zu studieren. „Manche von ihnen kennen wir ja schon von anderen Spielen“, erzählt Sina Lorenz. „Und gegen andere Mannschaften haben wir noch nie auf dem Platz gestanden.“

Für diese Erfahrung sind hinter den Kulissen viele Eltern und WTV-Trainer im Einsatz. „Im Orga-Team waren wir 20 Eltern und Trainer“, erzählt Katja Berkenberg. Dazu kommen viele Ehrenamtliche, die für den WTV-Cup gekocht oder die Werbetrommel gerührt haben. „Das Catering stemmen die Eltern“, erzählen die Mütter. Und auch für eine große Tombola hat das Organisationsteam gesorgt – und kann dank vieler Sponsoren auf eine riesige Geschenkauswahl blicken. „So konnten wir sogar in der dritten Halle auch noch eine eigene Tombola anbieten“, erzählt Katja Berkenberg. Sie hat sich am Samstagmittag auf den Weg durch alle drei Hallen gemacht und stellt nach ihrer Rückkehr an den Schwanen zufrieden fest: „Es scheint alles gut zu laufen, die Stimmung ist super“.

Wer die beiden Mütter und die weibliche D-Jugend am ersten Turniertag also nach einer Zwischenbilanz fragt, blickt in glückliche Gesichter: „Wir sind total euphorisch“, sagt Britta Wirths. Und mitten in dieser Euphorie entstehe dann schon der Gedanke, den WTV-Cup zu wiederholen. Man wolle sich da jetzt noch nicht festlegen, sagen die beiden Mütter: „Aber wir wollen eine nächste Auflage.“ Das sei ein bisschen wie die Europameisterschaft im eigenen Land. Als ihr Sohn am Morgen aufgestanden sei, habe er glücklich verkündet: „Mama, ich hab‘ heute so einen Bock zu spielen.“ Das sei ihnen Motivation genug, um auch im kommenden Jahr wieder einen WTV-Cup auf die Beine zu stellen, sagt Katja Berkenberg.

Die Mädels der D-Jugend bereiten sich unterdessen auf ihr nächstes Spiel vor – dieses Mal soll auch das Ergebnis stimmen, wünschen sich die Handballerinnen.