Hahnenstechen-König kommt erneut aus Dhünn

Stumpfer Volksfest : Hahnenstechen-König aus Dhünn

Heiko Winterhagen setzte sich in einem spannenden Finale gegen Paul Steinhoff durch.

(sng) Ob da von langer Hand eine „feindliche Übernahme“ geplant ist, fragte sich der Vorsitzende des Hahneköpp-Vereins „Kikiriki“ in Dabringhausen-Stumpf, Willi Birkmann, mit einem lauten Lachen: „Die Dhünner Nachbarn werden uns langsam gefährlich.“ Letztlich war dieser Kommentar scherzhaft gemeint, denn beim Volksfest war der Jubel groß, als Heiko Winterhagen als Hahnenstechen-König feststand. Mit Winterhagen, in der Session 2017/18 noch Jungfrau im Dawerkusen Dreigestirn, stammt das zweite Jahr in Folge der Stumpfer Hahnenstechen-König aus dem Nachbardorf Dhünn.

17 Männer und 13 Frauen traten im Hahnenstechen für Jedermann gegeneinander an. Bei den Herren ging es am Ende für Heiko Winterhagen und Paul Steinhoff in ein spannendes Finale, weil beide Finalisten nach dem ersten Durchgang die gleiche Punktzahl hatten. Dieses Stechen entschied dann Heiko Winterhagen für sich. Der musste zuvor lautstark von der Teilnahme überzeugt werden. Auffordernde „Heiko, Heiko“-Rufe der Gästeschar an und in der Gaststätte „Zum Kamin“ ließen allerdings keine Wahl. „Heiko wollte erst gar nicht aus seinem Wagen heraus kommen“, erzählte Willi Birkmann von der „Überzeugungskraft“ des Publikums: „Es freut mich für Heiko, dass er König geworden ist. Er ist unserem Verein seit langem freundschaftlich verbunden.“ Heiko Winterhagen versorgt mit seinem Imbisswagen die Besucher des Stumpfer Volksfestes mit Currywurst, Pommes und anderen Leckereien.

Bei den Frauen hatte Jasmin Weyer im Hahnenstechen eindeutig die Nase vorn – eine zusätzliche Finalrunde war zur Entscheidung nicht nötig.

Seit der Hahnenstechen-Premiere im vergangenen Jahr ist das einstige Hahneköppen, das vielen heutzutage zu martialisch ist, passé. Mit dem Hahnenstechen brachte Willi Birkmann eine Tradition aus Südtirol nach Stumpf. Beim Hahnenstechen gilt es, eine metallene Hahnsilhouette, die an einem Seil hängt, auf eine Zielscheibe zu schwingen. Wie eine Art Speer markiert die Metallkonstruktion eine möglichst hohe Punktzahl. Jeder Teilnehmer lässt den Hahn drei Mal schwingen, die Punktzahl wird addiert. Mitmachen konnte jeder Erwachsene, weder die Mitgliedschaft im Verein noch das Geschlecht spielten eine Rolle. Nach den Runden der Erwachsenen konnten auch die Kinder in lockerer Runde ohne Wettkampfbedingungen ein wenig den Hahn schwingen lassen, denn früh übt sich, wer einmal Hahnenstechen-König oder -Königin werden will.

Das ursprünglich für Samstag geplante Hahnenstechen führte Willi Birkmann erst am Sonntag durch. „Am Samstag war es zu windig. Wir mussten mehrfach unsere Pavillons und unser Zelt festhalten, weil der Wind die einfach abheben ließ. Schließlich haben wird die Planen entfernt“, sagte Birkmann.

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