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Wermelskirchen: Großbaustelle vor Winterpause

Wermelskirchen : Großbaustelle vor Winterpause

650 Meter der 1,4 Kilometer langen Ausbaustrecke in Tente sind fast fertiggestellt. Die Bundesstraße soll noch vor dem Wintereinbruch mit einer Feinschicht versehen werden – ohne Ampel geht's zweispurig durch den Winter.

650 Meter der 1,4 Kilometer langen Ausbaustrecke in Tente sind fast fertiggestellt. Die Bundesstraße soll noch vor dem Wintereinbruch mit einer Feinschicht versehen werden — ohne Ampel geht's zweispurig durch den Winter.

Die Großbaustelle in Tente trennt die Bürger in zwei Lager. Die einen, besonders die Autofahrer im täglichen Stau, fluchen. Denn sie brauchen auf dem Weg zur Arbeit, vor allem während eines Autobahn-Rückstaus, länger als gewohnt. Anwohner indes sind in der überwiegenden Mehrzahl zufrieden.

Denn es geht zügig voran. 650 Meter der 1,4 Kilometer Ausbaustrecke sind fast geschafft. Und vor dem Winter soll noch eine Feinschicht für den Abschnitt zwischen Tenter Brücke im Osten und Kreuzung Herrlinghausen/Döllersweg aufgebracht werden. Denn wenn die Baustelle — bedingt durchs Winterwetter — ruht, soll der Verkehr wieder ohne Ampel zweispurig fließen.

Seit Osterdienstag wird in Tente gebaut. Über 10 000 Autos rollen täglich über die Bundesstraße, sie ist nach wie vor Umleitungsstrecke für die Autobahn zwischen Burscheid und Wermelskirchen. Auch während der fast zweijährigen Bauphase. Ziel des Ausbaus ist, die Straße für Autofahrer langsamer und für Fußgänger sicherer zu machen. Dazu gibt es auf beiden Seiten einen breiten Rad-/Gehweg,

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Von der Überlegung, die Strecke in zwölf Bauabschnitte einzuteilen, ist man inzwischen abgekommen, so Udo Münch, zuständig für die Bauüberwachung bei Straßen NRW im Wermelskirchener Baubüro. Statt 70 bis 100 Meter wurden sie auf bis zu 200 Meter ausgedehnt — "in den längeren Baufeldern kann die Firma Dohrmann effektiver und damit schneller arbeiten. Das kommt allen zugute." Das Unternehmen, so Münch, arbeite teilweise im Zweischicht-Betrieb — von Sonnenaufgang bis zum -untergang. Auch samstags sieht man Arbeiter auf der Baustelle.

Der Nachteil liege auf der Hand: "Die Ampelschaltung wird länger. Aber die Staubilder sind vertretbar — wenn nicht gerade auf der A1 ein kilometerlanger Stau auffährt oder der Rettungsdienst eine Grünphase fordert", berichtet Münch. Die Ampel sei so geschaltet, dass 27 Fahrzeuge im Durchschnitt passieren könnten, wenn sie zügig führen, bis zu 35.

Wunsch des Bauherrn

Inzwischen nähere sich die Baustelle der Kreuzung Herrlinghausen/Döllersweg. "Unsere Wunschvorstellung ist, den Abschnitt zwischen dem Wilddurchlass und dieser Kreuzung vor dem Winter so weit abzuschließen, dass wir eine Feinschicht auftragen. Dann könnte, falls das Winterwetter danach einsetzt, zweispurig während einer Winterpause ohne Ampel gefahren werden." Das Auftragen dieser Schicht werde dann noch ein organisatorischer Kraftakt, der sorgfältig geplant werden müsse und die Autofahrer besonders strapazieren könne.

Nach der Winterpause soll, wenn kein Frost mehr im Boden ist, mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen werden. "Im Bereich der Kreuzung liegen alte Versorgungsleitungen. Die müssen erst einmal ausgetauscht werden. Aber dann kann's zügig weitergehen", so Münch.

Den Kontakt zu den Anlieger beschreibt er als "intensiv und auskömmlich" — "es hat sich nach den Anfangsproblemen zum Positiven entwickelt."

(RP/rl)