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Gelungenes Open-Air-Spektakel vom Bahndamm in Wermelskirchen

Parkbuchten wurden zu Parzellen für Konzert-Besucher : Gelungenes Open-Air-Spektakel

150 Besucher versammelten sich zum Bahndamm-Open-Air auf dem Parkplatz zwischen Feuerwache und AJZ und feierten das erste Konzert mit wuchtiger Lautstärke nach der Corona-Krise.

Dass die Markierung der Parkbuchten einmal zur Einteilung von corona-konformen Parzellen dienen würden, haben sich die Planer des Parkplatzes zwischen Feuerwache und Bahndamm-Gebäude kaum gedacht. Aber so war es beim Open-Konzert des Autonomen Jugendzentrums (AJZ). An anderen Stellen halfen die ehrenamtlich Aktiven mit breiten Kreide-Strichen nach. Diese fanden sich sogar auch auf der Fußgänger-Brücke, auf der sich einige Zuschauer versammelten, um uneingeschränkte Sicht auf das mit Bauzäunen vom Städtischen Betriebshof eingezäunte Veranstaltungsgelände und die zum Bahndamm gerichtete Bühne zu haben. Über schlechte Sicht konnten sich die Punk-Rock-Fans mit Eintrittskarte und Registrierung nicht beschweren. Die Sicherheitsabstände zwischen den Parzellen ließen Schneisen frei, die gute Sicht ermöglichten und Laufwege für den Weg zum Getränkestand frei hielten.

Den beschritten viele Besucher, um gleich für ihre Stehtisch-Clique Runden zu ordern, was den Andrang am Getränkestand entzerrte. Auch Sitzgelegenheiten hatten die meisten Besucher mitgebracht. Darum hatten die Veranstalter von der Jugendinitiative Wermelskirchen als Trägerverein des Bahndamms und der Stadt Wermelskirchen gebeten.

„Sehen können die Leute auf jeden Fall gut“, stellte Frank Kaluscha vom Bahndamm im Gespräch mit dieser Redaktion fest und spielte damit schmunzelnd auf die weniger guten Sichtverhältnisse bei früheren gut besuchten Konzerten im Bahndam an. Zum Aufbau war Tobias Wittmann bereits am Vorabend vor Ort: „Der Aufwand ist gigantisch und für 150 Besucher eigentlich zu hoch. Eigentlich bräuchte man die doppelte Zuschauerzahl, um diese Arbeit zu rechtfertigen – aber ist es toll, endlich mal wieder Live-Musik von einer richtigen Bühne mit wuchtiger Lautstärke zu hören.“ Die Veranstalter hatten das Konzert auf 150 Tickets beschränkt, um die Corona-Verordnungen gut umsetzen zu können – die Tickets waren innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft.

Für den Gang zur Toilette liefen die Besucher eine „Rund-Reise“: Auf der zur Dellmann-Straße gelegenen Bahndamm-Seite am Haus vorbei, dann in den Club auf die Toilette, wo der Geruch nach Desinfektionsmittel trotz Mund-Nasen-Schutz nicht zu überriechen war, und via Biergarten an den Skate-Rampen vorbei zurück auf den Parkplatz.

Die vier Bands, „Kontrolle“ aus Solingen, „NiJuSan“ aus Wermelskirchen sowie „Detlef“ und „Sewer Rats“ aus Köln, schafften es den straffen Zeitplan einzuhalten, denn die Genehmigung für laute Musik endete um 23 Uhr.