Gebürtiger Wermelskirchener plant Kurzfilm-Debüt im großen Stil auch fürs Kino

Wermelskirchener Filmemacher : Kurzfilm-Debüt im großen Stil auch fürs Kino

Mit einem Kurzfilm über illegale Autorennen will der gebürtige Wermelskirchener Lukas Zecher aufrütteln und vor allem aufklären.

Seit September 2016 ist der 22-jährige Lukas Zecher als Filmemacher aktiv und hat sich deutschlandweit mit seinem StartUp „From Above“ einen Namen gemacht: Werbe- und Imagefilme hat er schon hundertfach fertiggestellt, für namhafte Unternehmen wie auch für die umliegenden Städte. Vielen ist er als „Drohnenflieger“ bekannt. Doch die Drohnenkamera ist nur eines von vielen Mitteln, die Zecher für seine Aufnahmen nutzt.

Nun geht der umtriebige Unternehmer einen weiteren Schritt und nähert sich seinem großen Traum, irgendwann einen Spielfilm zu drehen. Seinen ersten eigenen Kurzfilm hat er „Das erste Rennen - It’s tuning, not racing“ genannt. Er handelt von der Tuning-Szene und dem Thema „illegalen Autorennen“. Seine Produktion übertrifft mit allem einen Wert von 500.000 Euro; etwa 250 Menschen wirken vor und hinter den Kameras mit. Im Oktober will Zecher den Kurzfilm ins Kino bringen.

Entgegen dem allgemeinen Vorurteil, dass Tunen und Rasen unwiderruflich zusammengehören, stellt Zecher allerdings klar: „In meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass sehr viele, wenn nicht sogar die meisten, in der Tuning Szene nichts mit illegalen Autorennen zu tun haben und sich dagegen aussprechen.“ Genau das soll auch im Film deutlich gemacht werden. Das Drehbuch zur Geschichte war bereits seit dreieinhalb Jahren in Planung. „Mein Vater ist Polizist und Dozent für Verkehrsrecht und Management. Er hat immer wieder darüber erzählt, über illegale Autorennen und den Konsequenzen. Das hat mich sehr beschäftigt“, erzählt Zecher und stellt somit eine Verbindung zur Geschichte her. Und weil das Thema seiner Meinung nach immer noch sehr aktuell ist, fasste er den Entschluss, einen Film darüber zu drehen. Mit der Zeit hat Zecher immer mehr Leute kennengelernt, die seine Idee toll fanden und sich bereit erklärten, mitzuwirken, Equipment bereitzustellen, vor allem Tuning-Autos, oder eben tatsächlich als Sponsoren aufzutreten. Etwa zehn professionelle Schauspieler und Stuntdoubles übernehmen die wichtigsten Rollen im Film, darunter Marius Hackbarth, Marianna Salanitro oder Johann-Christof Laubisch. Zusätzlich bis zu 20 Kleinrollen hat Zecher mit Profitänzern besetzt, die der etwa 15-minütigen Szene den Hauch einer großen Party bei einer Tuner-Convention verleihen soll. „Am Set werden wir über 70 getunte Autos mit ihren Fahrern und zusätzlich weitere 150 Statisten haben.“

Weil er in Remscheid keine Drehgenehmigung bekommen hat, weicht Zecher, gebürtig aus Wermelskirchen aber in Lennep aufgewachsen, nach Wuppertal aus. Als weitere Produzenten an seiner Seite konnte Zecher Cilian Schinkel, Mike Linde und Fabienne Burkart gewinnen. Die Regie teilt sich der 22-Jährige mit Robin Platte. Außerdem hat sich der Remscheider mit der „Tuning Army“ Fachleute aus der Tuning-Szene mit ins Boot geholt. Die ganze Vorbereitung sei anstrengend und mühselig, aber Zecher freut sich schon sehr auf den Drehtag, der Ende des Monats stattfinden soll. Innerhalb weniger Stunden müssen alle Szenen im Kasten sein. Danach beginne die Arbeit mit der Postproduktion.

Derzeit befindet sich der 22-Jährige noch im Gespräch, um den fertigen Kurzfilm auch hier vor Ort im Cinestar in Remscheid präsentieren zu können.

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