Fußballer bereiten Eifgen-Stadion auf Eröffnung vor

Nullneuner im Arbeitseinsatz : Fußballer beim Frühjahrsputz im Eifgen

Mit mehr als 30 Helfern war der SV 09/35 am Samstag im Eifgen im Einsatz. Noch vor Fertigstellung des Kunstrasenplatzes kümmerten sich die Sportler um Grünarbeiten, Reparaturen und Frühlingsputz.

Die Fußballer vom SV 09/35 erobern sich ihr Stadion zurück. Am Samstagvormittag rückten sie mit Schaufel und Besen, mit Heckenscheren, Farbe und Putzeimern auf der Baustelle im Eifgen an. „Wenn der Kunstrasenplatz im August fertig wird, dann wollen wir es hier ja auch schön haben“, erklärte Fritz Schmitz, Trainer und Geschäftsführer der Jugendabteilung. Und weil – bis auf die Baustellenarbeiter – im vergangenen halben Jahr niemand mehr auf der Anlage gewesen sei und auch zuvor ein paar Jahre lang nicht viel für die Tribüne und den Eingangsbereich gemacht worden sei, habe die Fußballer viel Arbeit erwartet.

Hecken und Bäume hatten sich ihren Weg auf Tribüne und Wege gesucht. Die Farbe am Tor splitterte. Das Unkraut wucherte. „Ich bin sehr froh, dass heute so viele mitmachen“, stellte Schmitz dann auch ein bisschen stolz fest. Die jüngsten Sportler und ihre Eltern seien ebenso im Einsatz wie Fußballer der Senioren. Gemeinsam sagten die rund 30 Helfer Unkraut und Schmutz den Kampf an. Vom Eingangsbereich bis zur Tribüne wolle man im Laufe des Tages das Grün zurückschneiden, das Eingangstor werde neu gestrichen. Die Ehrenamtlichen reinigten die Werbeschilder und bereiteten auch bereits das Vereinsheim für eine groß angelegte Putzaktion in den nächsten Wochen vor. Erst jüngst hatte der Sportausschuss, der seine Sitzung ins Eifgen-Stadion verlegt hatte, moniert: Der SV 09/35 halte das Vereinsheim nicht in Ordnung. Da waren die Vorbereitungen für den großen Arbeitseinsatz im Sportverein aber bereits im vollen Gange. „Und es ist einer von vielen, die noch folgen werden“, sagt Schmitz. Die Reinigung und Vorbereitung des Vereinsheims auf den Spielbetrieb stehe noch auf der Agenda und auch für die Pflasterarbeiten habe sich der SV 09/35 schließlich verantwortlich erklärt.

Umso näher nun die Eröffnung des neuen Eifgen-Stadions rückt, desto weniger können die Sportler beim SV 09/35 den Neustart erwarten. „Alle wollen auf den neuen Platz“, erzählte Fritz Schmitz, „die Vorfreude ist riesig.“ Das gilt auch schon für die jüngsten Spieler. Die seien in der Vergangenheit auf der nassen Asche oft richtig schmutzig geworden. Viele Eltern wollten ihre Jüngsten deswegen nicht mehr auf Asche spielen lassen. „Das wird auf dem neuen Rasen viel besser“, erklärte dann auch Lina aus der D-Jugend entschlossen. Dann könne man nach dem Spiel direkt ins Auto springen, ohne alles dreckig zu machen.

Hinzu komme auch der sportliche Aspekt, ergänzte Luca Postic von der ersten Mannschaft. „Wir hatten hier vorher keine guten Bedingungen“, erinnerte er, „der neue Platz bedeutet neue Möglichkeiten.“ Davon geht auch Fritz Schmitz aus: Auf dem Rasen laufe der Ball ganz anders und deswegen könnten Zuschauer künftig auch noch besseren Fußball im Eifgen-Stadion erwarten. Ende August könnten die Fußballer zum ersten Mal im neuen Stadion auflaufen. Ob dann auch schon Spiele der Ersten auf dem neuen Kunstrasen stattfinden können, ist noch fraglich. Auch Freundschaftsspiele finden fürs erste weiterhin auswärts statt.

Die große Eröffnung ihrer neuen Spielanlage will der Verein am 21. September feiern. Dann ist die die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach in Wermelskirchen zu Gast. „Wir stellen gerade eine eigene Traditionsmannschaft auf“, erklärte Schmitz, „schließlich wollen wir ja nicht 10:0 verlieren.“ Die Eröffnung samt Fußballspiel soll flankiert werden von einem bunten Familienfest – auf einer Sportanlage, die dann an allen Ecken glänzt. „Wenn ich mir hier die Mannschaft ansehe, die heute im Einsatz ist, dann mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft“, betonte Schmitz. So könne man die Pflege und Instandhaltung auch künftig stemmen.