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Wermelskirchen: „Für die Jugend lohnt sich der Einsatz immer“

Wermelskirchen : „Für die Jugend lohnt sich der Einsatz immer“

„Ich will etwas für die Jugend tun. Das war vor 17 Jahren mein Ansatz. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.“ Bernd Römmler (53) hat beim neuen Handball-Club (HC) Wermelskirchen die Funktion des „Bereichsleiters“ für vorerst ein Jahr übernommen. „Bei mir sollen die Fäden zusammenlaufen als Koordinator der Teams. In einem Unternehmen würde man vielleicht diese Aufgabe als Personalchef bezeichnen.“

Römmler ist damit wieder zurückgekehrt zum WTV. Als es vor einigen Jahren den Zwist zwischen der der Sportev AG mit der Reginalligamannschaft und der WTV-Zweiten gegeben hatte, zogen viele den Schlussstrich unter ihr WTV-Engagement: Junge Spieler verließen den Verein. Er als Abteilungsleiter auch.

Römmler kam über Sohn Bastian zum Handballsport. Erst als Betreuer, später im Trainerteam, dann Abteilungsleiter. Früh freundete er sich mit Achim Peiseler an. Da steckten sie – auch über die Vereinsgrenzen hinaus – die Köpfe zusammen. Damals gab’s die Idee eines großen Vereins: „Wir haben hier ein großes Potential an guten Jugendlichen. Das muss genutzt werden – um der Jugend eine sportliche Perspektive zu geben.“ Gescheitert sei’s daran, dass die Vereine um ihre Eigenständigkeit bangten.

Als die WTV-Oberliga-Jugendlichen mit der zweiten Mannschaft keine Perspektive sahen, brach dieses gute Team auseinander. Klaus Fischbach holte Bernd Römmler zum TuS Niederwermelskirchen, wo er drei Jahre im Vorstand als „zbV“ tätig war – „zur besonderen Verwendung“: Ob Zeitnehmer oder Betreuer – überall, wo Not am Mann war, sprang Römmler ein. „Ich habe eben Spaß am Handballsport“, so seine Motivation.

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Ein Jahr pausierte Römmler. „Das hatte ich meiner Frau Barbara versprochen.“ Sonntags mal radeln am Rhein oder nur als Zuschauer zum Spiel. Als Thomas George ihn ansprach, um ihn für den HC zu gewinnen, war Gattin Barbara mit im Gespräch. „Ich hatte ihr ja versprochen, nichts mehr zu tun.“ Sie unterstützt ihn, und Sohn Bastian sei froh, „dass Vater abends nicht mehr auf der Couch“ liege.

Er sprach „Piff“ Assmann ebenso wie Ralf Trimborn an, die er seit vielen Jahren kennt. Der TuS ist für ihn damit nicht abgehakt: „Ich bin nicht im Streit gegangen. Es haben sich in den letzten Jahren viele Freundschaften entwickelt, die ich nicht missen möchte.“ Er sieht den HCW nicht als Gegenpol zum TuS. „Wir werden irgendwann sicher die Köpfe zusammenstecken und darüber sprechen, was einen großen Handballverein behindert. Denn ich will was für die Jugend tun. Dafür lohnt sich der Einsatz immer“, so Römmler.

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(RP)