Führung: Den Altenberger Dom haptisch und akustisch erleben

Sehbehinderte in Altenberg : Den bergischen Dom haptisch und akustisch erleben

Führung durch den Altenberger Dom für Menschen mit Sehbehinderung trifft auf Begeisterung

Bereits zum dritten Mal fand jetzt eine besondere Führung für Menschen mit Sehbehinderung durch den Altenberger Dom statt. Diese wurde vom Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises in Kooperation mit dem Amt für Integration und Inklusion kostenlos angeboten und traf auf großen Zuspruch. „Ich habe jetzt schon zum zweiten Mal an der Führung teilgenommen und es ist genial wie Katrin Riebel diese anleitet,“ erklärt die Teilnehmerin Daniela Ali.

Möglich gemacht wird Veranstaltung vor allem durch die Zusammenarbeit von der Domführungsgesellschaft und dem Kulturbüro. „Die Kooperation zwischen dem Amt und der Dom-Führungsgesellschaft ist eine große Bereicherung für beide Seiten. Inklusive Programme sind wichtig für unsere Gesellschaft, ich freue mich, dass dadurch auch Optionen für weitere Zielgruppen eröffnet werden“, betont Charlotte Loesch, Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Die Führung startete an dem Bronzemodell auf dem Vorplatz der Kirche. Der dortige Treffpunkt ist optimal, da die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so die gesamte Anlage mit den Händen ertasten können, was ihnen den Dom auch haptisch zu erleben näher bringt. Danach ging es weiter durch verschiedene Stationen im Dom, bei denen die erfahrene Domführerin Katrin Riebel alles anschaulich erklärte und so beschrieb, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine genaue Vorstellung bekamen. Eine großzügige Zeitplanung ermöglichte es außerdem, in der ehemaligen Klosterkirche Skulpturen, Schnitzereien, Pfeiler und Grabplatten zu erfühlen und zu berühren. Der Führer in Brailleschrift, den der Rheinisch-Bergische Kreis konzipiert hat, unterstützte die Führung noch zusätzlich, zum Beispiel durch Grundrisse. So konnten alle Anwesenden die Führung durch den Altenberger Dom haptisch miterleben.

Teilnehmerin Daniela Ali war begeistert von dem Engagement der Domführerin Katrin Riebel und ihrer lebhaften und anschaulichen Art und Weise des Erklärens. „Das ganze Projekt ist sehr durchdacht, ich bin begeistert davon, dass ich eine Einladung erhalten habe und dann auch noch kostenlos von Bergisch Gladbach nach Altenberg gefahren wurde. Das ist eine nette Geste vom Kreis, da es für Menschen mit einer Sehbehinderung sehr schwer ist, nach Altenberg zu kommen. Ich kann diese Führung nur empfehlen und hoffe, dass es bald noch mehr solcher Angebote gibt.“

Die nächste Führung findet am 23. September um 14.30 Uhr statt und ist laut Kreisverwaltung in Bergisch Gladbach „natürlich kostenfrei“. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wenn jedoch ein Fahrdienst benötigt wird, können sich die Betroffenen im Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises melden. Entweder telefonisch unter 02202/ 13 2770 oder per E-Mail an kultur@rbk-online.de.

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