Wermelskirchen Frost hinterlässt tiefe Löcher

Wermelskirchen · Durch das Tauwetter kommen in Wermelskirchen immer mehr Schlaglöcher zum Vorschein. Die gefährlichsten Löcher werden provisorisch geschlossen. In den nächsten Tagen beginnt die Stadt mit der Bestandsaufnahme.

Schlagloch-Ärger: Fünf Tipps für Autofahrer
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Foto: ddp

Die Landstraße 101 von Habenichts nach Sonne gleicht zurzeit einem Flickenteppich und ist eine Herausforderung für jeden Autofahrer. Dort haben sich Schlaglöcher in allen Größen und Tiefen gebildet. Auch in Dabringhausen, in der Altenberger Straße, hat der Winter schon seine Spuren hinterlassen. Wie groß der Schaden in Wermelskirchen ist, sei aber noch nicht absehbar.

Akute Gefahr

"Wir fangen in den nächsten Tagen erst mit der Bestandsaufnahme an und erstellen eine Prioritätenliste", sagt Tiefbauamtsleiter Stefan Lohkamp. Zunächst würden nur Schäden beseitigt, die eine akute Gefahr für den Verkehr darstellten. "Zuerst sind die Hauptverkehrsstraßen, Schulwege und Industriegebiete dran." Erst danach kämen Wohngebiete und Seitenstraßen an die Reihe. Schlaglöcher entstehen, wenn Wasser durch feine Risse in den Asphalt eindringt, bei Frost vereist und sich dann ausdehnt und dabei die Oberfläche aufsprengt.

"Zunächst werden die Löcher in Wermelskirchen nur notdürftig mit Kaltasphalt repariert", so Lohkamp. Dauerhaft halte die Reparatur jedoch nicht: "Der Frost kann die Arbeit schon nach wenigen Tagen wieder zunichte machen", weiß der Tiefbauamtsleiter.

Probleme bereiteten vor allem die schwankenden Temperaturen. "Wenn die Temperatur konstant bei minus zehn Grad liegt, ist das kein Problem. Steigen die Temperaturen jedoch tagsüber auf Werte über null Grad und liegen nachts wieder unter dem Gefrierpunkt macht das den Straßen zu schaffen", erklärt Lohkamp. Sobald der Schnee abgetaut ist, wird ein Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes die Straßen in Wermelskirchen begutachten und eine Bestandsaufnahme machen.

"Wir schicken dann sofort zwei Trupps hinterher, die die Schlaglöcher notdürftig reparieren", sagt Volker Niemz, stellvertretender Leiter des städtischen Betriebshofes. Erst im Frühling könnten die Mitarbeiter die beschädigten Stellen wegfräsen und mit Warmasphalt füllen. Das kostet Geld. Wieviel Geld sei aber noch nicht absehbar. Insgesamt hat die Stadt Wermelskirchen im Jahr 2011 120 000 Euro für die Straßenunterhaltung vorgesehen. "Ob das reicht, ist ungewiss", sagt Lohkamp.

"Wie schwer der Winter den Straßen wirklich zugesetzt hat", ist frühestens im März absehbar", sagt auch Johannes Szmais, Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW. Anschließend werde eine Prioritätenliste erstellt, kündigt er an.

Schlechte Bausubstanz

Besonders betroffen seien Straßen mit schlechter Bausubstanz, also Landstraßen. Auch die Kreisverwaltung kann noch überhaupt nicht absehen, wie hoch die Schäden an den Kreisstraßen sein werden, sagt Sprecherin Birgit Bär. Das wahre Ausmaß der Schäden werde sich erst in ein paar Monaten offenbaren.

(RP)
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