Freiwilligenbörse in Wermelskirchen entwickelt sich positiv

Versammlung der Wermelskirchener Freiwilligenbörse : Reparaturcafé erfährt große Wertschätzung

Eng verwoben sind die Entwicklungen der Freiwilligenbörse mit dem „Parade-Projekt“ Reparaturcafé.

Die Entwicklung des Reparaturcafés ist eine Erfolgsgeschichte, die eng mit der Wermelskrchener Freiwilligenbörse verwoben ist. Entsprechend nahm das Reparaturcafé-Thema viel Raum bei der FWB-Mitgliederversammlung in der Stadtbücherei ein. Demnach steigt die Strahlkraft des Reparaturcafés stetig an, die Resonanz auf Aktivitäten wächst, die Kassenlage ist gut und angestoßene Ideen nehmen Formen an.

„Besonders mit Christiane Beyer als Ehrenamtskoordinatorin bei der Stadtverwaltung haben wir Unterstützung erhalten“, sagte Hans-Erwin Hermann vom Vorstand fest: „Waren es bislang durchschnittlich neun Ehrenamtskarten, die jährlich ausgegeben wurden, sind es in diesem Jahr bereits zwölf.“ Christiane Beyer könne die Idee der Ehrenamtskarte in die Vereine tragen, zum Beispiel aus den Reihen der Sportler würde die Nachfrage nunmehr wachsen.

Er selbst habe in diesem Jahr schon zwölf Beratungsgespräche geführt, resümierte Hans-Erwin Hermann: „Bisher waren es kontinuierlich 20 pro Jahr – auch hierbei sehe ich eine Zunahme.“ Bei den Beratungen zeigt Hermann den Interessenten passende Möglichkeiten auf, wo sie ehrenamtliches, bürgerschaftliches Engagement einbringen können. „Die Räumlichkeiten der Stadtbücherei helfen ungemein, weil die Menschen ohne Termin vorbei kommen können“, stellte Hans-Erwin Hermann fest und schlug damit die Brücke zum Reparaturcafé, dass in der Stadtbücherei regelmäßig die Anlaufstation hat: „Das Reparaturcafé bearbeitet jährlich 600 Fälle mit einer Erfolgsquote von 50 bis 60 Prozent.“

An der Wolfhagener Straße hat das Reparaturcafé am „Möbellager“ bereits einen Raum als kleine Werkstatt und Ersatzteillager angemietet. Am heutigen Samstag, 15. Juni, wird das „Möbellager“ endgültig geräumt (wir berichteten). „Zu dem kleinen Raum des Reparaturcafés würden wir gerne den großen Raum anmieten“, kündigte Hans-Erwin Hermann an. Für das Reparaturcafé berichtete Manfed vom Stein: „Gespendete Geräte prüfen und reparieren wir bei Bedarf. Über die ‚Tafel‘ werden sie dann an Bedürftige weiter gegeben – bislang schon 30 Geräte.“

Das Reparaturcafé erhielt im vergangenen Jahr 2400 Euro an Spenden und hatte 1500 Euro an Ausgaben, womit 900 Euro in die Kasse flossen. Diese verbuchte weitere Einnahmen aus Beiträgen und Spenden von gut 7000 Euro und hatte 3300 Euro an Ausgaben. Der Bestand belief sich Anfang 2018 auf 10.315 Euro, Ende 2018 auf 14.380 Euro, wie Ingo Schaffus vom Vorstand berichtete. Allerdings sei eine zweckgebundene Spende von 3000 Euro für die diesjährigen „Sommerleseclub“ der Stadtbücherei vorgesehen.

Einstimmig beschloss die Versammlung 1000 Euro für den geplanten Jugend-Freizeit-Park zu spenden. Damit gebe die FWB einen Teil der von „Helfer für Helfer“ erhaltene Spenden sinnvoll weiter, wie Hans-Erwin Hermann betont.

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