Wermelskirchen: Freier Eintritt für Spitzenmusik von Don Alder

Wermelskirchen: Freier Eintritt für Spitzenmusik von Don Alder

Der kanadische Gitarrist beendete seine Europa-Tournee im Haus Eifgen. Nur 60 Besucher genossen den Abend.

Eine Band besteht in der Regel aus Schlagzeug, Bass, Rhythmus- und Sologitarre. Dies alles spielt der kanadische Gitarrist, Sänger und Songwriter Don Alder allein - auf sechs Saiten einer akustischen Gitarre. Susanne Schwager aus Dortmund lernte Alder in Kanada kennen, besuchte ihn bei Konzerten in England und holte ihn nach Deutschland. "Obwohl ich ihn schon so oft gehört habe; ist es immer wieder neu und wunderbar", sagte Schwager, die den Gitarristen bei Terminabsprachen und Reiseplänen unterstützt. "Alles aus Hobby", sagte sie. Nach Auftritten quer durch Deutschland und Holland suchte sie noch einen Termin für den letzten Tag. "Ich habe unter Kultur im Internet gesucht und bin auf die Kulturinitiative in Wermelskirchen gestoßen", erzählte sie. Und es passte. Der Termin am Mittwochabend war frei.

"Heute gibt es Spitzenmusik zum Sonderpreis", sagte Michael Dierks, Vorsitzender der Kulturinitiative. Er sieht das Konzert als Werbeveranstaltung für den Musiker und für den Veranstaltungsplatz Haus Eifgen. "Heute geht der Hut rum, beim nächsten Mal kostet es Eintritt", sagte er.

Trotz kurzfristiger Werbung und Ankündigung und trotz einer Fußballübertragung an diesem Abend kamen gut 60 Besucher und erlebten einen fantastischen Abend. Zu jedem Titel erzählte der sympathische Kanadier eine Geschichte. Und alle, die der englischen Sprache nicht so schnell folgen konnten, fanden auf den Tischen die deutsche Übersetzung. Eine schöne Idee.

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Gar nicht schön ist die Geschichte, wie Don Alder zur Musik kam. Als Kind trank er verschmutztes Wasser und erkrankte schwer. Seine Mutter wollte ihm helfen und ihm ein Instrument kaufen. "Schlagzeug und Elektrogitarre waren zu laut für unsere Wohnung", erzählte Alder und landete so bei der akustischen Gitarre. "Da kann man ja auch ein bisschen trommeln und hat dann doch ein Schlagzeug", fügte er lachend hinzu. Und dieses Trommeln, Spielen und Singen hat er zur Perfektion gebracht.

Neben normalen Gitarren spielt Alder auch eine "Harp-Guitar", eine Harfen-Gitarre. Bei diesem Instrument ist der Klangkörper vergrößert und es sind zusätzlich sechs Bass-Saiten angebracht, die wie eine Harfe gespielt werden. Und damit werden die Möglichkeiten für den Gitarristen noch größer, und das Klangerlebnis war im Haus Eifgen kaum zu toppen. Die Besucher werden sicher von diesem Abend berichten.

Alle, die es nicht erlebt haben, können im Internet (www.donalder.com nachschauen, was sie verpasst haben.

(wsb)