Wermelskirchen: Freibad-Team braucht viel mehr Helfer

Wermelskirchen : Freibad-Team braucht viel mehr Helfer

Der Trägerverein ist dringend auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Etwa 20 Helfer teilen sich zurzeit die Arbeit – benötigt werden 50 Freiwillige. Am Sonntag, 8. September, endet die Saison mit einer kleinen Party im Freibad.

Der Trägerverein ist dringend auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen. Etwa 20 Helfer teilen sich zurzeit die Arbeit — benötigt werden 50 Freiwillige. Am Sonntag, 8. September, endet die Saison mit einer kleinen Party im Freibad.

12 000 Besucher sind seit Beginn der Sommerferien ins Freibad Dabringhausen geströmt. Wenn am Sonntag, 8. September, die Saison 2013 offiziell mit einem "Abschwimmen" endet, können die Mitglieder des Förder- und Trägervereins mit der Bilanz zufrieden sein. "Diese Saison war jetzt schon ein großer Erfolg für uns", berichtet Roland Bischoffs, Vorsitzender des Trägervereins, auf Anfrage und fügt an: "Es gab noch nie eine so erfolgreiche kurze Saison."

Doch mit Blick zurück wird Bischoffs auch etwas skeptisch, denn ein Problem belastet das Freibad-Team besonders: die personelle Situation. "Wir brauchen dringend mehr freiwillige Helfer, die uns im Bad unterstützen", berichtet Bischoffs. Zurzeit würde einfach zu viel Arbeit auf zu wenig Schultern verteilt. "Wir sind auf die Hilfe der Menschen angewiesen, um überhaupt alle täglichen Aufgaben bewältigen zu können — und gleichzeitig möchten wir die Helfer, die zurzeit bis an ihre Grenzen gehen, nicht überfordern", betont er.

Ein paar Freiwillige seien seit Beginn der Freibad-Saison 2013 täglich im Bad gewesen und hätten beim Kassendienst oder bei Reinigungsarbeiten nach Kassenschluss mitgeholfen. Aktuell sind 20 Freiwillige im Bad aktiv, doch die Belastung ist auf Dauer einfach zu hoch. "Unser langfristiges Ziel ist, dass jeder Helfer nur noch einmal pro Woche im Freibad gebraucht wird — dafür bräuchten wir aber einen Stamm von etwa 50 Helfern", erläutert der Vorsitzende des Trägervereins. "Je mehr Menschen sich ehrenamtlich engagieren, desto einfacher und angenehmer wird es für alle."

Im Winter werden die Ehrenamtler das Thema noch einmal aufgreifen und gemeinsam überlegen, wie sie neue Kräfte gewinnen können. Denn eine Sache ist klar: "Wir brauchen Menschen, die uns freiwillig unterstützen, um den Betrieb sicherzustellen", betont Bischoffs. Man freue sich sehr über die vielen Komplimente der Besucher, "auf der anderen Seite wäre es zu begrüßen, wenn sich aus der Begeisterung heraus mehr Menschen dem Projekt anschließen und einen persönlichen Beitrag leisten", sagt er.

Mittlerweile hat der Verein eine weitere Investition getätigt, um das Bad für Besucher noch attraktiver zu machen: Für 5000 Euro wurden eine leistungsstärkere Pumpe angeschafft und eine neue Leitung im Filterraum verlegt. "Dadurch können wir nun endlich die volle Kapazität der mobilen Heizung ausnutzen", sagt Bischoffs. Und das merken die Besucher, denn die Wassertemperatur kann nun viel schneller angepasst werden. So können die Frühschwimmer — 30 bis 50 kommen jeden Tag ins Bad — bereits bei fast 25 Grad ihre Bahnen ziehen.

Vorher dauerte es etwa neun Stunden, um die Temperatur im Becken um zwei Grad zu erhöhen, jetzt nur noch fünf Stunden. Bischoffs: "So können wir auch bei nun kühleren Nächten schneller die Temperatur anpassen."

Ein Besuch im Freibad lohnt sich also auch noch in der kommenden Woche.

(RP)