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Freibad in Dabringhausen öffnet trotz unsicherer Aussichten

Die Planungen für die Saison sind angelaufen : Freibad Dabringhausen öffnet trotz unsicherer Aussichten

In den Sommerschulferien darf wieder geplantscht und geschwommen werden. Es wird eine große Zitterpartie für den Betreiberverein, denn die Entwicklung der Inzidenzwerte bestimmt das weitere Geschehen. Am 12. Juni beginnt der Vorverkauf der Saisonkarten.

Die gute Nachricht vorweg: Auch in diesem Jahr wird das Freibad Dabringhausen mit Leben erfüllt werden, werden hoffentlich viele Kinder hier schwimmen lernen und Stammgäste im Becken ihre Bahnen ziehen. Dennoch ist die nunmehr neunte Saison in ehrenamtlicher Regie eine größere Zitterpartie als es der Betreiberverein SV Freibad Dabringhausen je erlebt hat. „Wir wissen nicht, was die nächsten Wochen bringen. Wir bauen darauf, dass wir wie im vergangenen Jahr möglichst viele Unterstützer haben, die sich mit der Saisonkarte den Eintritt sichern“, sagt Dominik Roenneke, Vorsitzender des SVFD.

Alles steht und fällt mit den Inzidenzen: Testpflicht und Öffnung der Liegewiesen sind abhängig davon, wie sich die Pandemie-Situation im Rheinisch-Bergischen-Kreis entwickelt. „Von den Auflagen her ist das meiste ähnlich wie im vergangenen Jahr, da konnten wir gute Erfahrungen sammeln und eine erfolgreiche Saison verbuchen“, berichtet Katja Salz-Bannier. Eine Begrenzung der Besucherzahl, regelmäßige Desinfektion, Abstand und Kontaktverfolgung sind die wichtigsten Punkt im Pandemiekonzept des Bades.

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Derzeit dürfte in der Stufe 1 die gesamte Anlage geöffnet werden, ein Besuch ohne Nachweis einer Testung, Impfung oder Genesung wäre möglich. In Stufe 2 wäre dies dann Pflicht. In Stufe 3 käme eine Schließung der Liegewiesen und aller nicht-sportrelevanten Bereiche hinzu. „Wir hoffen natürlich, dass wir uns in den nächsten Wochen in dem Inzidenzbereich unter 35 halten und so die Bedingungen auch für die Freibad-Saison gut bleiben“, drücken die Freibad-Förderer die Daumen.

Wie im vergangenen Jahr bereits bewährt, wird es eine Mischung aus Eintritt mit Saisonkarte und dem Verkauf aus Online-Tagestickets geben, damit eine Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden kann. „Die rund 700 ausgegeben Saisonkarten brauchen wir in diesem Jahr auch ganz dringend wieder. Das ist unser finanzielles Polster für die Saison. Wir wissen, dass viele darauf brennen, endlich die Karte kaufen zu können und uns unbedingt unterstützen wollen. Genau das brauchen wir, um unser Bürgerbad weiter erhalten zu können“, appelliert Dominik Roenneke an die Badegäste aus Nah und Fern, mit dem Kauf der Saisonkarte das Bad zu unterstützen.

„In diesem Jahr ist es ein Eiertanz, wir wissen selbst nicht, was auf uns zukommen wird, aber wir müssen wissen, dass die Menschen hinter uns stehen und dem Bad eine Zukunft geben wollen“ erläutert Roenneke.

Wie bereits im vorigen Jahr steht den erhöhten Kosten durch Personal- und Hygieneaufwand die Begrenzung der Besucherzahl gegenüber. „Uns werden die Ertragsspitzen der wirklich schönen Sommertage abgeschnitten, die sonst die Schlechtwettertage kompensiert haben. Das haben wir im letzten Jahr bitter gespürt. Die wenigen verfügbaren Tagestickets waren an zahlreichen Tagen ausverkauft“, sagt Roenneke.