Freibad Dabringhausen zieht Bilanz.

Wermelskirchen: Neues „Babybecken“ für das Freibad Dabringhausen?

Erstmals benötigt der Schwimmverein als Träger des Dabringhausener Freibades in diesem Jahr keinen Zuschuss vom Förderverein. Die Jahreshauptversammlung beschloss eine Erhöhung der Beiträge für die erwachsenen Fördervereinsmitglieder.

Nach der erfolgreichen Saison im Freibad Dabringhausen kann von Ausruhen auf den Lorbeeren keine Rede sein – die Arbeiten rund um das Waldbad sind für dieses Jahr noch nicht beendet. Zudem denken die Verantwortlichen bereits jetzt an die kommende Saison wie auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Freibad Dabringhausen (FFD) im Restaurant „Markt 57“ deutlich wurde. Noch in 2018 soll das Trocknungslager für Holz (Brennmaterial für die neu installierte Biomassenheizanlage) am Bauhof Sonne fertiggestellt werden. Zudem könnte es 2019 ein neues Kleinkindbecken geben. Außerdem beschloss der FFD eine Verdoppelung der Mitgliedsbeiträge für Erwachsene.

Mit Blick auf das kommende Jahr müssen die ehrenamtlich Aktiven vom FFD und vom Schwimmverein (SVFD) als Träger eine Lösung für das Kleinkindbecken, das sogenannte Babybecken, finden. Trotz des warmen Sommers trat auch in der vergangenen Saison ein altes Problem zutage: Das Wasser war für Kleinkinder ziemlich kalt. Der Grund: Das Becken hat Undichtigkeiten, die zu einem Verlust von bis zu 800 Litern Wasser täglich führen. Das nachgefüllte Frischwasser lässt sich aber nicht innerhalb von zwölf Stunden ausreichend erwärmen. Kurz und knapp brachte es Ralf Magney, der in den vergangenen eineinhalb Jahren über 4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in die Freibadtechnik steckte (teils mit ebenfalls ehrenamtlicher Unterstützung der Installateure Jochen Schnell und Manfred Bansen), auf den Punkt: „Das Kleinkindbecken ist tot.“ Sein Ziel: Der Bau eines neuen Beckens mit entsprechender Verrohrung, damit die neue Biomassenheizanlage auch das Babybecken erwärmt.

Dieses Vorhaben würde eine Investition von geschätzt knapp 10.000 Euro mit sich bringen, für die der SVFD in die „Tasche“ greifen müsste. Dessen Vertreter überbrachten den 18 Anwesenden gute Nachrichten: Erstmals seit der Übernahme der Trägerschaft von der Stadt durch den SVFD kommt der Verein ohne Zuschuss vom FFD aus. „Natürlich bleibt immer eine Lücke, aber diese Unterdeckung kriegen wir in diesem Jahr mit dem jährlichen Zuschuss der Stadt abgedeckt“, sagte Stefan Wurth (SVFD). 2017 sei aufgrund notwendiger Sanierungen mit 160.000 Euro ein „relativ teures Jahr“ gewesen, in 2018 rechnet der SVFD mit Ausgaben von 120.000 Euro. Allerdings verbucht der SVFD dank der 30.000 Besucher in den diesjährigen Sommerferien Einnahmen von 87.000 Euro (2017: „Negativrekord“ mit 8000 Besuchern und 25.000 Euro Einnahmen).

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Beim nächsten Arbeitseinsatz der Aktiven am Samstag, 27. Oktober, sollen ab 9 Uhr die Räumlichkeiten in den Freibadgebäuden ausgeräumt werden, damit Magney noch vor dem Winter die Radiatoren und dazugehörigen Rohre zur Beheizung einbauen kann.

Der FFD-Vorsitzende Michael Unbehaun regte die Einrichtung weiterer Arbeitsgruppen (AG) zur Verteilung der Aufgaben an. Die AG „Kassenkräfte“ und „Liegen-Verleih“ würden funktionieren. Auf Unbehauns Vorschlag hin beschloss die Versammlung eine Erhöhung der Beiträge für die Erwachsenen unter den 414 FFD-Mitgliedern. Sie zahlen zukünftig 24 Euro (bisher: zwölf) im Jahr. Der Beitrag von sechs Euro für Kinder, Schüler und Studenten bleibt bestehen.

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