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Wermelskirchen: "Feuerwehr" bei Rollrausch

Wermelskirchen : "Feuerwehr" bei Rollrausch

Bei der Krisensitzung zur Hallensituation des Vereins Rollrausch soll der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wartmann am Sontnag die Wogen glätten. Er hofft auch, den "Brand" zwischen Verein und Nachbarn zu "löschen".

Keine leichte Aufgabe hat der stellvertretende Bürgermeister Dirk Wartmann am Sonntag bei der Krisensitzung des Vereins Rollrausch: Er soll Wogen glätten und wahrscheinlich auch einen "Brand" löschen in der Auseinandersetzung zwischen Rollrausch und den Nachbarn.

"Das ist eine typische Sache für unseren Feuerwehrmann Dirk Wartmann", meint WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse. Denn wenn einer "den Karren noch aus dem Dreck holen könne, dann vermutlich er".

"Stille Diplomatie" gefragt

Doch auch Wartmann sieht die Situation als sehr verfahren und schwierig, aber noch nicht als gänzlich hoffnungslos an. Die derzeitige Situation beschreibt er so: Rollrauschvorsitzender Florenz Jaeger habe vor etwa zwei Wochen bei der WNKUWG-Fraktion wegen der Nutzungsänderung und der Nachbarn, die diese nicht unterzeichnen wollen, vorgesprochen. Man sei so verblieben, dass sich Wartmann mit den oder dem betreffenden Nachbarn in "stiller Diplomatie" zusammensetzen sollte. Jaeger sei dann aber im Alleingang vorgeprescht und an die Öffentlichkeit getreten, was er als einen absoluten Fehler betrachte.

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Das habe er Jaeger auch schriftlich mitgeteilt, aber keine Antwort bekommen, bedauert Wartmann und sagt: "Ich habe ihm geschrieben, mit seinen öffentlichen Äußerungen habe er den Nachbarn quasi nahegelegt, sofort gegen Rollrausch vor Gericht zu ziehen." Denn seiner Meinung nach seien beide Seiten, wenn überhaupt, jetzt nur noch hinter verschlossenen Türen an einen Tisch zu bekommen.

"Bei der Versammlung werden morgen sicherlich alle Seiten erst mal ordentlich ihre Emotionen ablassen", prognostiziert Wartmann. Und er wisse auch, dass sich die Rollrauscher gut mobilisieren ließen. Dass der Verein tatsächlich eine neue Halle finden könne, halte er schlichtweg für unmöglich. Deshalb hänge jetzt alles daran, ob sich der Verein mit den Nachbarn ins Benimm setzen könne; wenn nicht, dann stehe Rollrausch tatsächlich vor dem Aus.

Der stellvertretende Bürgermeister stellt aber auch klar: "Rollrausch macht wirklich gute Arbeit. Und es sind eben junge Leute, die auch mal Blödsinn machen. Das haben wir früher auch. Aber das kann kein Freibrief für alles sein. Auch Rollrausch muss sich an Vereinbarungen halten", betont Wartmann.

Die Nachtruhe nicht mehr stören

Deshalb könne eine Annäherung, wenn sie denn noch möglich sei, zwischen Verein und Nachbarn nur dann geschehen, wenn "sich die Gesprächspartner in die Augen schauen und Rollrausch definitiv zusichert, bestimmte Regeln einzuhalten": Nämlich die Nachtruhe der Nachbarn nicht mehr zu stören und sich an die abgestimmten Öffnungszeiten der Halle zu halten.

(RP)