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Wermelskirchen: FDP: "Wir starten durch"

Wermelskirchen : FDP: "Wir starten durch"

Die FDP sieht sich in Wermelskirchen gut aufgestellt – das ist ein Fazit des Ortsparteitags der Liberalen. Zudem wurde am Freitagabend mit Horst Walter Schenk ein neuer Ortsvorsitzender gewählt.

Die FDP sieht sich in Wermelskirchen gut aufgestellt — das ist ein Fazit des Ortsparteitags der Liberalen. Zudem wurde am Freitagabend mit Horst Walter Schenk ein neuer Ortsvorsitzender gewählt.

Strahlende Gesichter beim Ortsparteitag der Freien Demokraten: Die Vorstandswahlen gingen glatt über die Bühne; alle gewählten Kandidaten verzeichneten einen überwältigenden Stimmenanteil. So war klar: Nachdem im vorigen Jahr der Rück- und Austritt des Ehepaars Güntermann — Ortsvorsitzender und Schatzmeisterin — für Furore gesorgt hatten, ist beim FDP-Ortsverband wieder Ruhe eingekehrt. Horst Walter Schenk hatte damals kommissarisch das Amt des Ortsvorsitzenden übernommen, seit Freitagabend hat er diese Position offiziell inne. Zur neuen Schatzmeisterin wurde Dagmar Eppert gewählt.

Eine Freundin verloren

Fraktionsvorsitzender Heinz-Jürgen Manderla sprach von einem "Wir-Gefühl", das neu entstanden sei. "Die Arbeit macht wieder Spaß", sagte er. Wenngleich er eine persönliche Freundin verloren habe; das habe Narben bei ihm hinterlassen. Aber jetzt gelte es, nach vorne zu blicken.

Zuvor hatte Horst Walter Schenk in seiner Eigenschaft als kommissarischer Ortsvorsitzender in seinem Rechenschaftsbericht denselben Geist und das "Gefühl des Anpackens" beschworen: "Wir starten durch", sagte er und betonte dabei, dass bereits die Teilnahme der FDP als einzige politische Partei am Karnevalsumzug in Dabringhausen ein Zeichen gesetzt habe. In Zukunft werde die FDP in Wermelskirchen nicht nur stets gesprächsbereit sein, sondern auch "das Gespräch mit den Bürgern suchen und anbieten".

Für 2012 sieht er in Wermelskirchen "eine gute Perspektive" für seine Partei "mit einer guten Mannschaft aus alten und jungen Liberalen". Bürgermeister Eric Weik, der Sitzungsleiter, verwies auf den "extrem niedrigen Altersdurchschnitt" der Partei und äußerte sich als Rechnungsprüfer zusammen mit Christian Drefahl lobend über die gute Kassenführung der ehemaligen Schatzmeisterin.

Zur finanziellen Situation der Stadt sagte Manderla, dass die Fraktion keinesfalls Wermelskirchen kaputt sparen wolle. Aber man müsse gleichwohl alle Interessen gleichbehandeln.

Christian Lindner, Bundestagsabgeordneter und FDP-Kreisvorsitzender, erläuterte in seinem Grußwort neben den bekannten Positionen der FDP zu Europa, Wirtschaft und Freiheit seine jetzige Arbeit. Er sei wieder hier in der Region unterwegs und arbeite nunmehr "auf kleiner Parzelle, könne aber dafür tiefer graben". Die FDP werde auf Dauer nur Erfolg haben mit fachlicher Kompetenz, örtlicher Präsenz und persönlichen Gesprächen.

(bege)