Tauffest der Gemeinde: Evangelische Kirchengemeinde feiert ein Tauffest an der Wupper

Tauffest der Gemeinde: Evangelische Kirchengemeinde feiert ein Tauffest an der Wupper

Die Wupper gewinnt in Unterburg an Tempo. Das kalte Wasser plätschert im Schatten der uralten Bäume vor sich hin und lässt sich nicht irritieren von Kindern und Erwachsenen, die mit Krügen und Gläsern zum Ufer hinabsteigen. Es gibt einen kleinen Weg, der von der großen Wiese hinter dem Gemeindehaus direkt zum Wasser führt.

Gemeinsam mit Pfarrerin Almuth Conrad schöpfen die Kinder und einige Erwachsene Krug für Krug aus dem Fluss und tragen das Wasser zur Taufschale, die neben dem Altar auf der Wiese steht. Dort soll es später eine wichtige Aufgabe erfüllen. Zwei Kinder feiern am Tauffest in Unterburg ihren großen Tag - mit echtem Wupperwasser. Und damit das auch pünktlich zum Gottesdienst unter freiem Himmel in der Taufschale landet, machen sich viele Kinder noch vor dem Fest auf dem Weg zum Wasser.

Pünktlich zum Pfingstfest, an dem Christen daran erinnern, dass Gott ihnen mit dem Heiligen Geist Kraft und Mut zum Glauben geschenkt hat, feiert die Evangelische Kirchengemeinde ihr großes Tauffest. Pfarrer Ulrich Seng und Pfarrerin Almuth Conrad aus Wermelskirchen und Pfarrerin Raphaela Demski-Galla aus Solingen ziehen dafür an einem Strang.

Viele haben geholfen, Bänke zu stellen, den Altar auf der Wiese vorzubereiten - und als die Glocken der alten Kirche in Unterburg leise verklingen, müssen sogar Stühle nachgeholt werden. Viele Gemeindeglieder, die aus der Stadt und den anderen Bezirken zum Zentralgottesdienst nach Unterburg gekommen sind, feiern mit. Und so treffen die Melodien, die der Organist an seinem E-Klavier über die Wiese schickt, auf die fröhlichen Singstimmen der Gemeinde. Nach und nach legen die Besucher Jacken und Westen ab, die Sonne wird wärmer, die Kinder suchen sich einen gemütlichen Platz im Schatten.

  • Solingen : Open-Air: Gottesdienst in Unterburg

Seng erinnert an die Taufen im Jordan - an Jesus und den Finanzminister aus Äthiopien, an Tausende, die sich am ersten Pfingstfest taufen ließen. "Wahrscheinlich war das Wasser im Jordan wärmer als das in der Wupper", sagt er, "aber die Taufe hat ihre Bedeutung behalten." Und so werden Johanna Meier und Tim Krüger in die christliche Gemeinde aufgenommen, ihre Familien lauschen den Segensversen der Pfarrerin. Eltern, Geschwister und Cousins entzünden auf dem Altar die schmucken Taufkerzen.

Und die kleine Johanna lässt es sich nicht nehmen, gut gelaunt mit ihren Händen im Wupperwasser in der Taufschale zu planschen. "Ganz schön kalt", stellt auch ein kleiner Junge fest, der vor der Taufe kurz die Finger in die Schale stecken darf. Es geht locker zu beim Tauffest der Gemeinde. Und das gefällt, so dass viele Besucher auch noch zum Kirchcafé im Gemeindehaus bleiben.

(resa)
Mehr von RP ONLINE