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Wermelskirchen: "Es wäre schön, wenn alle Leute super fahren könnten"

Wermelskirchen : "Es wäre schön, wenn alle Leute super fahren könnten"

Dass man in Wermelskirchen sich sehr gerne über etwas aufregt, ist mir auch schon geläufig, schreibt jetzt der WNKUWG-Stadtverordnete Rüdiger Bornhold in einer Stellungnahme zum Bürgermonitor über die Landstraße 409. "Aber dass dazu jetzt auch noch eine nicht ausreichend nach unten gesetzte Geschwindigkeitsbegrenzung gehört, hätte ich nicht gedacht."

Den Lesern doch mal klargemacht werden, dass diese eigenartigen Schilder mit weißem Feld, roter Umrandung und der darin enthaltenen schwarzen Zahl nach der Straßenverkehrsordnung lediglich bedeuten, dass damit die nicht zu überschreitende, zulässige Höchstgeschwindigkeit angegeben wird. "Eine Empfehlung, diese Geschwindigkeit auch zu fahren, ist das keinesfalls", so der Kommunalpolitiker.

Es soll aber Menschen mit entsprechendem fahrerischen Können und leistungsfähigen Fahrzeugen geben, die bis an die angegebene Grenze fahren können, ohne sich und andere zu gefährden. "Wie schön wäre es, wenn alle Leute super fahren könnten."

Aber dazu müsste auch der bei Beschwerdeführende und alle anderen Bürger ihr eigenes Können realistisch einschätzen und dann auch noch mit dieser Erkenntnis verantwortungsvoll umgehen. Dann würde sich manches Schild erübrigen.

"Leider ist die Welt so nicht. Lassen wir also die Schilder, wie sie sind. Die orientieren sich ja meist ohnehin am Mittelmaß." Wie oft haben wir Politiker uns schon mit verärgerten Bürgen wegen des, das Straßenbild verschandelnden, "Schilderwaldes" auseinandersetzen müssen. Genau so oft das gleiche mit der Forderung von Bürgern, die unbedingt neue Ver- und/oder Gebotsschilder forderten. "Die Version des Lesers am Bürgermonitor ist da wenigstens mal eine Neuheit", schreibt Bornhold.

(tei.-)