Trassen-Treffen in Wermelskirchen: Es läuft rund im Bergischen Land

Trassen-Treffen in Wermelskirchen: Es läuft rund im Bergischen Land

Trassen-Treffen und Start zur Aktion Stadtradeln lockte viele Teilnehmer.

"Je besser eine Sache läuft, je erfolgreicher sie sich entwickelt, um so mehr politische Prominenz ist vor Ort", sagte eine Besucherin. Damit hatte sie recht, denn mit zwei Landräten und sieben Vertretern der umliegenden Städte war die politische Unterstützung groß. Jochen Hagt, Landrat im Oberbergischen Kreis, warb für den Bergischen Fahrradbus, der von Opladen bis Marienheide unterwegs ist. "Im letzten Jahr haben wir 2100 Fahrgäste gezählt", sagte er.

Stefan Santelmann, Landrat im Rheinisch-Bergischen Kreis, war zum ersten Mal dabei und begeistert von der Resonanz. Beim bergischen Trassen-Treffen machten gestern elf Städte mit. Der Sonntag war auch der Auftakt zum Stadtradeln. Diese Aktion läuft bis zum 30. Juni und hier sind die Bürger aufgerufen, auf das Auto zu verzichten.

"Wenn es geht, nicht nur privat und in der Freizeit, sondern auch, wenn machbar, für den Weg zur Arbeit", appellierte Bürgermeister Rainer Bleek. Viele Teams haben sich angemeldet, um klimafreundlich Kilometer zu "erfahren". "Im Laufe der nächsten Woche werden sich noch viele anmelden", sagte Amtsleiter Florian Leßke. "Das war im letzten Jahr auch so. Heute ist eben der Start."

"Wir sind mit drei Teams dabei", sagte BEW-Sprecherin Sonja Gerrath. Auch in diesem Jahr gab es eine BEW-Spende an die Kindergärten der Stadt. "Das ist immer der Erlös vom Stadtfest. Wir haben es aufgestockt auf 800 Euro", sagte Gerrath.

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Das Trassen-Treffen ist mittlerweile eine eingeübte Veranstaltung. Vereine, Gemeinden, Händler, Aussteller und viele Ehrenamtliche sorgen für ein gelungenes Fest. "Eine wunderbares Event", sagten Ilona und Carlo Boß aus Wermelskirchen. "Wir planen eine Tour nach Opladen, vielleicht auch bis zum Rhein."

Ein neues Thema heißt: "Abstand 1,50 Meter." So viel Abstand sollen Autofahrer beim Überholen von Radfahrer einhalten. "In Köln wird dies von der Polizei unterstützt", sagte Frank Schopphoff, Vorsitzender des ADFC. "Dort sind Aufkleber an den Einsatzfahrzeugen angebracht worden." Von der zuständigen Polizeiverwaltung in Bergisch Gladbach fehlt diese Unterstützung noch. Weder Landrat Santelmann, noch politische und polizeiliche Vertreter hatten eine Antwort. "Der ADFC wirbt mit Westen für diese sinnvolle Aktion und wir bleiben dran", sagte Schopphoff.

"Vor ein paar Jahren unvorstellbar, ist das Radfahren im Bergischen eine Erfolgsgeschichte geworden", freute sich Landrat Hagt.

(wsb)