1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Es ist geschafft: Kindergärten sind fertig

Wermelskirchen : Es ist geschafft: Kindergärten sind fertig

Evangelische Kirchengemeinde feiert die Wiedereröffnung ihrer drei Kindergärten. 1,2 Millionen Euro investiert.

So viele Kinder hatte die Stadtkirche lange nicht gesehen. Um 15 Uhr, nach einem Gottesdienst, strömten sie heraus, ganz in Erwartung der weiteren Programmpunkte des Tages. Ein Clown mit einem tollen Kinderprogramm erwartete sie im Gemeindehaus. Und während die Kinder ihr Vergnügen hatten, gab es in der Stadtkirche einen Rückblick auf die vergangenen Jahre. Es war ein langer Weg, die drei evangelischen Kindergärten "zukunftsfähig" und wie alle Kindergärten bereit für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U3) zu machen.

"Vor fünf Jahren begannen die Planungen und in dieser Zeit stand das gesamte Projekt auch auf der Kippe", sagte Pfarrer Ulrich Seng. 2010 legten die Architekten die Pläne vor für die Umbaumaßnahmen der Kindergärten in Tente, in der Wielstraße und im Heisterbusch. Eine Bausumme von 1,92 Millionen wurde ermittelt. Das Kirchenverwaltungsamt und das Jugendamt der Stadt Wermelskirchen stellten die Förderanträge an das Landesjugendamt.

"Dann mussten wir warten", sagte Seng. "Und danach haben wir weiter gewartet." Die Baukosten drohten, davon zu laufen. "Dann haben wir gehört und gelesen, dass die Bundes- und die Landesregierung Riesensummen für den Ausbau von Kindergärten bereitstellt. Es wurde sogar eine Sondergruppe in NRW gebildet, für eine besonders schnelle Abwicklung. Und wir haben weiter gewartet", sagte Seng.

Dann kam der Rechtsanspruch auf einen U3-Kindergartenplatz. "Da wurde man in Wermelskirchen nervös, und der Stadtrat beschloss den Baubeginn auch ohne die Freigabe der Fördermittel", sagte Seng. Drei Projekte konnte die Gemeinde nun realisieren. In Tente wurde neu gebaut, in der Wielstraße wurde das stillgelegte Gemeindehaus in die Kita integriert und im Heisterbusch war eine Aufstockung nötig, da das Grundstück zu klein war. Alle Baumaßnahmen fanden "unter den Füßen" der Kinder statt, also während des normalen Kindergartenbetriebs.

Nun ist es vollbracht und nach dem Festakt feierte die evangelische Gemeinde mit einem Tag der offenen Türen die Neueröffnung der Kindergärten. In seiner Rede wies Pfarrer Dr. Volker Lubinetzki, der Vorsitzende des Kindergartenausschusses, auf die Wichtigkeit der Arbeit hin. "Die Kinder sollen in einem geschützten Raum zu Beginn ihres Lebens aufwachsen. Sie sollen gefördert werden und die Werte des christlichen Glaubens erfahren", sagte Lubinetzki. "Sie werden Brüche und Spannungen erleben und lernen, mit Streit umzugehen. Die wichtigste Erkenntnis soll sein, dass jeder gleich viel wert ist und jeder dazu gehört."

Und es gibt noch eine Erkenntnis: "Während alle Erwachsenen im Stress waren, hat den Kindern die ganze Bauerei Spaß gemacht", sagte Pfarrer Seng.

(wsb)