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Erste frostige Begegnungen in Wermelskirchen

Der Winterdienst ist startbereit : Erste frostige Begegnungen in Wermelskirchen

Die Rufbereitschaft des Bauhofes beginnt am 1. November. Die Salzlager sind noch aus dem Vorjahr gut gefüllt. 160 Kilometer Gemeindestraßen im Stadtgebiet werden von vier Fahrzeugen bei Schnee und Eis freigehalten.

Der erste Nachtfrost bei sternklarem Himmel wird so manchen Autofahrer am Montagmorgen überrascht haben: „Laternenparker“ durften kratzen. Eine Eisschicht lag auf den Front- und Heckscheiben – je nach Standort des Fahrzeuges. Für den städtischen Bauhof, der im Stadtgebiet für den Winterdienst zuständig ist, aber kein Grund auszurücken. Denn Straßen waren nicht betroffen. So meldet die Polizei auch keine witterungsbedingten Verkehrsunfälle.

Die Kontrollfahrten des Bauhofs beginnen erst ab dem 1. November. Dann nämlich muss, je nach Vorhersage des Wetterdienstes, ein Mitarbeiter des Bauhofes früh raus und bekannte Gefahrenstellen kontrollieren, um danach die Kollegen zum Einsatz zu schicken.

Der Wupperverband meldet als Tiefsttemperatur auf Rückfrage von der Station Neumühle am Montagmorgen gegen 7.15 Uhr minus 1,7 Grad. An der Vorsperre Große Dhünn macht sich das „wärmere“ Wasser auch in der Lufttemperatur bemerkbar: Dort wurden drei Grad Celsius gemessen. Pressesprecherin Susanne Fischer: „Am Sonntag lagen an beiden Stationen die Tageshöchsttemperaturn bei unter15 Grad Celsius.“

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Der städtische Bauhof jedenfalls ist einsatzbereit. Das erklärte auf Anfrage Harald Drescher, als Leiter des Tiefbauamtes auch Chef über die Mitarbeiter am Belten. Die Salzbunker und -lager sind voll, berichtet er im Gespräch mit dieser Redaktion. „Wir haben „Hunderte von Tonnen Salz im Salzlager in Sonne vorrätig“, so Drescher. Auch der Feuchtsalzsilo am Bauhof im Belten sei gut gefüllt. „Das reicht locker für einen plötzlichen Wintereinbruch. Damit kommen wir lange aus und können jederzeit neue Lieferungen bestellen.“ Viel Streusalz sei noch aus dem vergangenen milden Winter, weil dort nicht so viel verbraucht wurde.

Inzwischen ist auch der Fuhrpark des Bauhofes wieder komplett. Zum Ende der vergangenen Wintersaison sei ein Lkw ausgefallen. Der wurde inzwischen wieder repariert, so dass vier Einsatzfahrzeuge bereitstehen. Die werden auch nur von vier Fahrern bedient. „Die Fahrzeuge sind hochmodern ausgestattet und mit GPS ausgerüstet. So müssen die Fahrer keine Straßenlisten abhaken und dann abfahren.“ Das erleichtert die Arbeitsweise. Im Winter gibt es übrigens ein neues Fahrzeug: Die Ausschreibung wird vorbereitet.

Die vier Fahrzeuge betreuen in Wermelskirchen 160 Kilometer Gemeindestraßen. Dazu gibt es eine kleine Rufbereitschaft. Diese Tätigkeit ist vergeben an die Firma Sieg. Deren Mitarbeiter sorgen für den Winterdienst vor städtischen Gebäuden und Grundstücken. Die 40 Kilometer Landstraßen und 23 Kilometer Bundesstraßen auf dem Stadtgebiet werden von der Straßenmeisterei Hilgen von Straßen.NRW betreut, die 32 Kilometer Kreisstraßen vom Kreis.