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Erst Masken genäht, dann 2000 Euro gespendet

1000 bunte Exemplare aus Stoff : Erst Masken genäht, dann 2000 Euro gespendet

Katharina Saggiomo, Katharina Puschmann und Sofia Sgarra übergeben Spende an die Kinderkrebshilfe. Es kamen sogar Anfragen von Auswanderern aus anderen europäischen Ländern.

Sie haben unzählige Stunden im Gartenhaus verbracht, drei Nähmaschinen sind ihnen unter den Händen verglüht und sie konnten sich vor Anfragen kaum retten: Katharina Saggiomo, Katharina Puschmann und Sofia Sgarra haben Masken genäht. Die bunten Exemplare aus Stoff kamen so gut an, dass am Ende sogar Anfragen von Auswanderern aus anderen europäischen Ländern per Laptop das Gartenhaus in Dhünn erreichten.

Dort hatten sich die drei Freundinnen eine Nähstube geschaffen. „Wir haben den Bedarf gesehen und wollten helfen“, sagt Katharina Puschmann. Während Nachbarin Katharina Saggiomo die Erfahrung an der Nähmaschine mitbrachte, übernahm Sofia Sgarra den Zuschnitt und Katharina Pusch organisierte die Bestellanfragen und sprang dann beim Nähen ein.

Mehr als 1000 bunte Masken nähten die drei Frauen im Dauereinsatz. Sie erledigten Großbestellungen, belieferten alte Menschen und kreierten Kindermasken – jeder Kunde gab das Geld, das er zur Verfügung hatte. „Für uns war von Anfang an klar, dass wir das Geld nicht behalten, sondern weitergeben wollen“, sagen die Kleinunternehmer. 2000 Euro spenden sie nun der Elterninitiative Kinderkrebsklinik in Düsseldorf, zu der sie persönliche Beziehungen haben. Krebskranke Kinder und deren Familien erhalten Unterstützung von dem Verein – um den schweren Alltag für einen Augenblick hinter sich zu lassen und zur Unterstützung der medizinischen Versorgung in der Klinik. „Für uns war es schön, dass wir helfen konnten“, sagt Katharina Puschmann, „die Rückmeldungen haben uns oft richtig berührt“.