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Erdbeeren in Bergisch Born warten auf Selbstpflücker

Erdbeerfeld an der B51 : Erdbeeren in Bergisch Born warten auf Selbstpflücker

In den nächsten Wochen ist das Erdbeerfeld täglich von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Verkaufsstand gilt Maskenpflicht, im Feld nicht. Fünf verschiedene Sorten wachsen auf dem Feld.

Das drei Hektar große Erdbeerfeld von Gerhard Michels an der Borner Straße flimmert in der Sommerhitze. Das Häuschen für den Erdbeerverkauf ist aufgebaut, ansonsten sucht man Schatten vergebens.

„Schön, dass es jetzt wieder wärmer ist und die Sonne scheint“, meint Michels, Landwirt aus Ennepetal und Pächter des Erdbeerfeldes. „Wir sind ja wegen des kühlen und verregneten Frühjahrs knapp drei Wochen zu spät. Die Erdbeere an sich mag es gerne wärmer.“ In „normalen“ Jahren findet die erste Ernte auf seinem Feld Anfang Juni statt. Aber jetzt geht’s endlich los: Seit Freitag kann man auf dem Feld seine eigenen Erdbeeren pflücken. „Zumindest in den nächsten drei bis vier Wochen“, fügt Michels an, „dann ist das Feld abgeerntet.“ Als Gesamtfläche stehen Michels zehn Hektar für Erdbeeren zur Verfügung.

Fünf verschiedene Sorten bietet er auf seinem Feld an. Von den am frühesten geernteten bis zu den zuletzt pflückfertigen Erdbeeren sind das Daroyal, Darselect, Allegro, Sonsation sowie Florence. Michels, erfahren nach all den Jahren als Obstbauer, schmeckt die feinen Unterschiede. „Alle diese Sorten finden Sie in keinem Supermarkt“, weiß der Landwirt: „Geschmack ist für die Supermärkte nicht so wichtig. Die Beere muss haltbar sein. Was anderes interessiert die nicht.“

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Im Moment sieht die Ernte durchaus normal aus, findet er. „Es ist immer stark wetterabhängig. Nur Trockentage sind nicht gut, Regentage ebenso wenig. Wir brauchen ein Mittelding.“ Er berichtet von der kältesten Winternacht im Winter 2019/2020. „Das war im Mai“, erinnert sich Michels, „und die Frostschäden an den Erdbeeren waren schon erheblich.“

Normalerweise wird auf den Feldern ein Vlies ausgelegt, dass die empfindlichen Beeren vor Frost schützen soll. Aus Corona-Gründen hatte Michels im Vorjahr darauf verzichtet. Zwischen den Reihen mit den 105.000 Erdbeerpflanzen liegt Stroh. „Man muss darauf achten, das Stroh nicht zu früh zu verteilen. Es dürfen keine Nachtfröste mehr herrschen. Ansonsten heizt sich der Boden nicht mehr auf und wirkt auf die Beere wie ein Isolationsstoff. Auf das ausgelegte Stroh können sich die schweren Beeren legen und haben so keinen direkten Bodenkontakt.“ In den nächsten Wochen ist das Erdbeerfeld täglich von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Am Verkaufsstand gilt Maskenpflicht, im Feld nicht.

Weitere Infos gibt Gerhard Michels gerne: Tel. 02 3 33 / 7 11 40.