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Wermelskirchen: Ein Wahltermin? Politiker sind geteilter Meinung

Wermelskirchen : Ein Wahltermin? Politiker sind geteilter Meinung

Die Entscheidung des Bürgermeisters, nicht auf ein Jahr Amtszeit zu verzichten und dadurch eine gemeinsame Wahl von Stadtrat und Bürgermeister zu ermöglichen, löst bei den Wermelskirchener Kommunalpolitikern unterschiedliche Reaktionen aus. "Ich finde es besser, dass die beiden Wahlen wieder zusammengefügt werden", sagt Rainer Bleek, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Denn eins sei für ihn klar: "Ein Bürgermeister ohne politische Mehrheit im Rücken ist keine gute Lösung – das sehen wir ja an der aktuellen Konstellation." Bleek sieht aber das Problem, dass durch eine Zusammenlegung inhaltliche Positionen der Parteien durch die Auseinandersetzung der Bürgermeisterkandidaten überlagert würden. Die SPD habe sich noch keine Gedanken gemacht, ob sie zur Wahl des Bürgermeisters einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wird.

Christian Klicki, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, befürwortet einen gemeinsamen Wahltermin. "Dadurch kann man Geld sparen – in unserer finanziellen Lage ist das wichtig", sagt Klicki. Letztlich sei es aber die persönliche Entscheidung des Bürgermeisters. "Wir sind auf jeden Fall vorbereitet", kündigt Klicki an. Nach der Kommunalwahl werde man die Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten intensivieren. "Intern machen wir uns schon Gedanken", sagt Klicki, "denn die jetzige Situation tut allen Beteiligten nicht gut."

FDP-Vorsitzender Horst-Walter Schenk spricht sich eindeutig für die Trennung der beiden Wahlen aus. "Ich finde Eric Weiks Entscheidung absolut nachvollziehbar. Bei einem gemeinsamen Wahltermin würden die Positionen der Parteien eindeutig in den Hintergrund gerückt", sagt Schenk.

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Für die WNKUWG wäre eine Zusammenlegung eine "überlegenswerte Alternative", findet Vorsitzender Norbert Kellner. Man müsse zwischen den Argumenten dafür und dagegen abwägen. Der Bürgermeister müsse die Entscheidung alleine treffen. "Wenn er Aufgaben sieht, die er bis 2015 noch bewältigen möchte, ist das in Ordnung", sagt Kellner.

Für Hans-Jürgen Klein, dem Sprecher der Grünen, ist ein gemeinsamer Wahltermin die bessere Vari-ante. Die von CDU und FDP beschlossene Trennung sei "großer Blödsinn" gewesen. "Gut, dass die rot-grüne Landesregierung das korrigiert hat", findet Klein.

(ser)