1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Ein Kontrabass im ewigen Schnee in Wermelskirchen

Konzert im Haus Eifgen : Ein Kontrabass im ewigen Schnee

Vor 40 Zuschauern präsentierte das Künstlerpaar Renaud Garcia-Fons und seine Frau Claire Antonini das Duo-Programm „Farangi“. Viele Stücke basieren dabei auf barocker Musik, aber mit Einflüssen von Jazz, Welt- und orientalischer Musik.

„Im ewigen Schnee“, so bezeichnen Streicher die höchsten Regionen ihres Instruments, wo beispielsweise ein Kontrabass in Bereiche vordringt, die eigentlich Bratsche und Geige vorbehalten sind. Renaud Garcia-Fons, der vergangenen Samstag zusammen mit seiner Frau Claire Antonini (Theorbe) im Haus Eifgen gastierte, fühlt sich in diesen extrem schwierigen Lagen offenbar pudelwohl. Mit lupenreiner Intonation, frappierender Virtuosität, wunderbar warmem Ton und mitreißender Musikalität zog er das kleine, aber höchst enthusiastische Publikum von den ersten Tönen an in seinen Bann, kongenial begleitet von seiner Ehefrau, einer weltweit geschätzten Lautenistin und Fachfrau für Alte Musik, berichtet Alfred Karnowka.

Vor 40 Zuschauern präsentierten die Künstler, die extra aus Paris angereist waren, ihr Duo-Programm „Farangi“ mit Kompositionen von Garcia-Fons, wobei viele Stücke auf barocker Musik basieren, diese jedoch mit Einflüssen aus Jazz, Welt- und orientalischer Musik verbinden. Da klingt der Kontrabass manchmal wie ein arabischer Ud, dann wieder wie ein afrikanischer Gúlúm, da münden wunderschöne barocke Tanzmelodien in ekstatische und höchst virtuose Improvisationen. Das Publikum lauschte den beiden Weltstars hingerissen und staunend und belohnte die Künstler mit nicht enden wollendem Applaus.