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Ein Eis vom "Amt" für Kinderstadt-Kids in Wermelskirchen

Kinderstadt-Kids in Wermelskirchen freuen sich über Extra-Nachtisch : Ein „amtliches“ Eis für die Kinderstadt-Kids

Statt einem Pizzaessen wünschte sich Kinderstadt-Bürgermeisterin Naya Strelow von ihrer „Amtskollegin“, Wermelskirchens Bürgermeisterin Marion Lück, Eis für alle.

Die Jungen und Mädchen der Kinderstadt konnten sich über einen Extra-Nachtisch freuen. Der Grund: Ihr Stadtrat um Bürgermeisterin Naya Strelow verzichtete auf eine Einladung zum Pizzaessen bei Wermelskirchens Bürgermeisterin Marion Lück und wünschte sich stattdessen ein Eis von Amtswegen. „Das wäre ja unfair, wenn nur wir vom Stadtrat den Vorteil hätten. Wir wollen, dass alle etwas davon haben“, sagte die achtjährige Kinderstadt-Bürgermeisterin im Gespräch mit unserer Redaktion. „Und natürlich müssen wir auch mal richtig mit anpacken“, kommentierte Naya Strelow den eigenhändigen Aufbau der „Eisdiele“ durch das Regierungsparlament der Kinderstadt. Am Stand der „Eisdiele“ im Außenbereich der Kattwinkelschen Fabrik ließ es sich Bürgermeisterin Marion Lück nicht nehmen, bei der Ausgabe des Eises zu helfen. Dabei war Aufmerksamkeit gefordert, denn jedes Kind, das sich ein Eis abholte, bekam gleichzeitig einen Stempel auf die Hand gedrückt, damit auch tatsächlich jeder nur ein Eis bekam und nicht jemand leer ausging.

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Kinderstadt-Leiter Kolja Pfeiffer trommelte mit lautstarker Stimme die Kinder zusammen und scherzte: „Kein Eis für alle - alle für mich.“ Schnell hatte sich an der Ausgabe eine lange, aber diszipliniert geduldige Warteschlange gebildet.

Lara Enners, erstmals als Mitarbeiterin in der Kinderstadt im Einsatz und Betreuerin des dortigen Stadtrats, lobte das Engagement der Kinderstadt-Regenten sowie deren Bürgermeisterin: „Naya organisiert sehr viel, stimmt viel ab und ist immer da. Sie nimmt ihre Aufgabe sehr ernst.“ Bei den regelmäßigen Sitzungen des Kinderstadt-Rats würden genauso innerhalb des Gremiums Aufgaben verteilt als auch Aufträge vergeben: „So hat der Stadtrat ein Kind aus der Kunstwerkstatt eingestellt, um die Plakate zu malen, auf denen die Kinderstadtgesetze verkündet werden.“ Die „Entlohnung“ erfolge, wie bei dem Ferienprojekt üblich, in Kinderstadt-Talern. Dieses Zahlungsmittel können sich die Kids in den unterschiedlichen Werkstätten mit ihrer Teilnahme erarbeiten und damit beispielsweise Ausflüge buchen. Das Ferienprojekt endet am Freitag, 8. Juli (Abschlussfest am 9. Juli).