Eifgen-Stadion: Mit Blockrasen wird Spielfläche saniert

Arbeitseinsatz im Eifgen-Stadion : Sportler reparieren ihren Spielrasen

„Wenn der Ball die kaputte Rasenkante vor dem Tor trifft, springt er in die andere Ecke. Da hat der Torwart keine Chance.“

Damit war die Ansage von Karlheinz Fleischer klar: Nicht nur die von Frank Schneider (Bauhof) vorbereiteten Rasenflächen der Mittelachse im Eifgen-Stadion werden mit Blockrasen repariert, sondern auch der nicht mehr vorhandene Rasen im Fünf-Meter-Bereich des Tores.

Arbeitseinsatz gestern Morgen im Eifgen-Stadion. Mal nicht zum Training waren fünf junge Männer gekommen. Sie folgten dem Aufruf ihres Abteilungsleiters Fußball, Karlheinz Fleischer, und packten mit an, um den ramponierten Rasen halbwegs in Ordnung zu bringen. „Nachdem uns die Stadt erklärt hat, was sie machen kann und dass sie Hilfe braucht, habe ich sofort die Spieler in den Mannschaften angesprochen.“ Klar, dass Berufstätige nicht den Tag frei machen konnten. Aber fünf Studenten der ersten und zweiten Mannschaft hatten sich sofort gemeldet, um die 100 Quadratmeter Blockrasen zu verlegen. Natürlich unter Anleitung von Frank Schneider.

„Wir sind dankbar, dass die Stadt uns unterstützt“, sagte Fleischer, und war wie „seine Jungs“ bereit. Unter Luca vom Stein, Yannick Klüppelberg, Fritz Schmitz, Christoph Pitzen und Alessandrop Prete sowie dem Abteilungsleiter wurde die Arbeit verteilt. „Erst die vorbereiteten Innenräume, dann die Torräume“, so die Arbeitsmarschrichtung.

Vor allem aus der ersten Mannschaft war der Zustand des Rasens mehrfach öffentlich kritisiert worden. 09/35-Vorsitzender Thomas Müller hatte den Rasen als „Eifgen-Acker“ bezeichnet, aber die Verwaltung nicht angefeindet. Eigentlich müsste der Rasen komplett abgezogen und neu eingesät werden. Aber ich verstehe, dass keiner mehr investieren will, wenn 2019 der neue Kunstrasen kommt. Sicherlich sei die anhaltende Trockenheit ein Grund für den schlechten Zustand. Bauhofleiter Volker Niemz: „Wir haben im Frühjahr den Platz zweimal neu eingesät Allerdings wurde der Platz auch danach von 09/35 wahnsinnig genutzt. Dann muss sich niemand wundern, wenn der Platz so aussieht.

Frank Schneider vom Bauhof betreut das Eifgen-Stadion. In der heißen Sommerzeit sei der Rasen viel gewässert worden; er sei sogar nachts aufgestanden. „WIr hatten teilweise auch wenig Druck, weil in Privathaushalten viel gewässert und geduscht wurde.“

Verlegt wurde gestern die Rasensorte „Dicksoden“, die eigentlich sofort bespielbar sein soll. „Ich habe natürlich die nächsten Tage noch einiges nachzuarbeiten: Die neuen Rasenstücke müssen gebürstet und mit Erde angeglichen sowie viel bewässert werden. Dann wäre es gut, wenn die neuen Flächen eine Woche Ruhe hätten, damit sie anwachsen können.“

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