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Wermelskirchen: DLRG verfolgt die Hallenbad-Diskussion mit Sorge

Wermelskirchen : DLRG verfolgt die Hallenbad-Diskussion mit Sorge

Während die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in der Nachbarstadt Hückeswagen zurzeit um das finanzielle Überleben kämpft (sie braucht etwa 50 000 Euro), sieht es in Wermelskirchen noch ruhig aus.

Mit Sorge verfolgt Schuh die Diskussion über eine mögliche Schließung des Hallenbades oder einen "abgespeckten Neubau". "Während einer möglichen Bauphase könnten wir nicht trainieren, und wenn das neue Becken nur zwei Meter tief wird, nützt uns das auch nichts. Das würde sich rächen", meint Schuh. Keine Kurse bedeuten mehr Nichtschwimmer, weniger Mitglieder und weniger Rettungskräfte. Die Einnahmen gehen zurück, die wichtigen Rettungsaufgaben können nicht mehr gewährleistet werden. "Die politischen Entscheidungsträger sollten diese Punkte trotz Sparzwangs nicht aus den Augen verlieren", sagt Schuh.

Im Ortsverein gibt es keine Zuwendungen von der Stadt, vom Land oder vom Bund. Bis auf wenige hauptamtliche Mitarbeiter in der Bundesgeschäftsstelle wird die Arbeit durch ehrenamtliche Kräfte geleistet. "Der Jahresbeitrag beträgt für Kinder 45 Euro und für Erwachsene 50 Euro", sagt Schuh. Von den Beiträgen der Erwachsenen sind dann 14,50 Euro an den Dachverband abzuführen. "Da muss man schon sehr gut haushalten", betont Schuh, "denn Fahrzeuge und technisches Gerät sind sehr teuer." So musste zum Beispiel vor kurzem ein neuer Tauchkompressor angeschafft werden - zum Preis von 7000 Euro. "Da haben wir uns über einen Zuschuss der Sparkasse in Höhe von 2000 Euro sehr gefreut", berichtet der Vorsitzende. Die Aufgaben der DLRG sind für die Gesellschaft wichtig. Die DLRG bewacht die Küsten von Nord- und Ostsee, Badeeinrichtungen an den Binnengewässern und Flüssen sowie in Schwimmbädern. Darüber hinaus gibt es Aufgaben im Bereich "Erste Hilfe" und im Sanitätswesen.

Und auch bei Katastrophen wird die DLRG eingesetzt. "Im Kleinen fängt es an", erklärt Schuh. "Der erste Schritt ist, dass Kinder und Erwachsene schwimmen lernen. Deshalb ist das Hallenbad in Wermelskirchen für uns so wichtig." Jeden Montag- und Donnerstagabend gibt es Schwimmkurse. Es gibt Kooperationen mit Schulen, Ulrike Schuh ist als Schwimmlehrerin aktiv. Häufig sind diese Kurse Basis für neue Mitglieder. "Dreiklang" nennt Günter Schuh diesen Weg: "Jugend, Ausbildung, Einsatz."

(wsb)