Wermelskirchen: DLRG-Prüfer kritisieren Vorstand

Wermelskirchen : DLRG-Prüfer kritisieren Vorstand

Für die Zukunft werde der Vorstand besprechen, wie vereinsinterne Strukturen verbessert werden könnten. Dieses Resümee zog der Vorsitzende Uwe Feldges auf der Jahrehauptversammlung der DRLG-Ortsgruppe im Ausbildungszentrum an der Jörgensgasse.

Anlass war die deutliche Kritik der Kassenprüfer Vivian Krüger und Tom Dierks beim Umgang mit zu stellenden und zu bezahlenden Rechnungen. Das Prüferduo nahm dabei den Schatzmeister Patrick Boeslau, der nicht anwesend war, aus der "Schusslinie": "Der Schatzmeister sollte von Vorgängen wissen, denn nur so ist er in der Lage zu prüfen, ob Rechnungen korrekt eingegangen oder gestellt wurden - nur so kann er gegebenenfalls nachhaken."

Der Kauf von acht Sauerstoffflaschen für Taucher in 2017 löste die Kritik der Kassenprüfer aus. Verabredet sei gewesen, dass die DLRG Wermelskirchen acht Flaschen anschafft, die Kosten für vier davon jedoch der Bezirksverband übernimmt: "Die Rechnung an den Bezirk ist aber nicht gestellt worden, es geht immerhin um 820 Euro."

Uwe Feldges gestand ein: "Wir haben versäumt, beim Bezirk nachzuforschen und Druck zu machen." Letztlich habe die DLRG-Wermelskirchen in Absprache mit dem Bezirksvorstand die Rechnung inzwischen gestellt. Formell müsse der Bezirksverband jedoch noch den entsprechenden Beschluss fassen, was bislang versäumt worden sei. "Auf der Messe ,Boot' in Düsseldorf haben wir ein sehr gutes Angebot für die Tauchflaschen bekommen und direkt zugeschlagen. Danach ist das Thema etwas in den Hintergrund gerückt", erläuterte Feldges, der um Nachsicht bat, da alle schließlich ehrenamtlich tätig seien: "Wir werden das verbessern, damit uns so etwas nicht mehr passiert."

Nach einer kurzen Unterbrechung der Versammlung zur Beratung beantragten Vivian Krüger und Tom Dierks dann doch die Entlastung von Schatzmeister und Vorstand. Die 22 Anwesenden erteilten Patrick Boeslau einstimmig bei zwei Enthaltungen die Entlastung, dem Vorstand mit acht Ja-, zwei Nein-Stimmen und ansonsten Enthaltungen.

In Vertretung für den Schatzmeister freute sich der stellvertretende Vorsitzende Günter Schuh beim Kassenbericht, dass in 2017 erstmals seit 2005 wieder eine "schwarze Zahl" erzielt werden konnte. Bei Ausgaben von knapp 34.300 Euro und Einnahmen von 35.500 Euro blieb am Jahresende ein Plus von 1200 Euro für die DLRG-Ortsgruppe, die zudem über Rücklagen von 4060 Euro verfüge.

Geschäftsführerin Esther Schuh verwies auf einen leichten Rückgang der Mitgliederzahl, die sich zur Zeit auf 760 beläuft. Ausbildungsleiterin Daniela Schuh betonte, dass es nach wie vor einen regen Zuspruch bei den angebotenen Kursen gäbe: "Wir haben in 2018 bereits jetzt die Zahlen von 2017 erreicht."

(RP)
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