Wermelskirchen Dioxin ist auch Thema auf Wochenmarkt

Wermelskirchen · "Die dioxinfreien Eier gibt es erst wieder nächste Woche", scherzt Bärbel Schlüter am Eierstand auf dem Wermelskirchener Wochenmarkt mit einem Kunden. Seit die Meldung von giftigem Tierfutter die Runde macht und jeden Tag neue Hühnerfarmen und Schweinemastbetriebe geschlossen werden, ist das Thema Dioxin in aller Munde. So auch gestern auf dem Wermelskirchener Wochenmarkt. "Viele Kunden fragen mich nach den Eiern, wollen wissen, ob sie dioxinfrei sind." Die Lage auf dem Wochenmarkt in Wermelskirchen habe sich aber schon entspannt.

Auf Vertrauen angewiesen

"Mein Futtermittellieferant hat mir versichert, dass die Eier in Ordnung sind." Das habe sie jetzt auch schriftlich. "Ich versuche meine Kunden zu beruhigen", erzählt die Marktbeschickerin. Die Händlerin ist auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen. Seit fast 40 Jahren kauft Else Faubel ihre Eier auf dem Wochenmarkt. "Ich weiß, dass die Eier hier gut sind. Und gleich esse ich sogar ein Ei zum Frühstück", sagt die 79-Jährige und packt die Packung Eier in ihre Tragetasche. Auch Waltraud Schaffrath schwört: "Ich kaufe immer auf dem Markt ein." Von diesem Vertrauen profitiert auch die Landmetzgerei Lattner. "Unser Fleisch ist dioxinfrei", betont Elke Lattner, die schon seit 40 Jahren Marktbeschickerin ist. Wir beziehen unser Fleisch aus der Region, aus Wuppertal und Langenberg." "Bisher gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Betriebe im Rheinisch-Bergischen Kreis mit verseuchtem Futtermittel beliefert wurden", sagte Pressesprecherin Birgit Bär auf Anfrage der BM. "Wir führen aber stets Lebensmittelkontrollen durch", betonte Bär.

Auch Karin Hülsbeck bemerkt derzeit immer wieder besorgte Gesichter an ihrem Gefglügelstand auf dem Wochenmarkt. "Die Leute wollen alle wissen, ob das Fleisch in Ordnung ist", sagt die 48-Jährige Marktbeschickerin. Das Fleisch sei aber in Ordnung. "Das habe ich auch schriftlich", so Hülsbeck.

(RP)
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