ÖPNV in Wermelskirchen Die Stadt will 33 Bushaltestellen herausputzen

Wermelskirchen · Zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Wermelskirchen stehen Modernisierungen an. Auch Barrierefreiheit soll hergestellt werden. Fördermittel sichern die Finanzierbarkeit. Die Umsetzung ist für 2024 erwartet.

 Die Bushaltestelle Kreckersweg in Fahrtrichtung Dabringhausen ist veraltet und soll auch modernisiert werden.

Die Bushaltestelle Kreckersweg in Fahrtrichtung Dabringhausen ist veraltet und soll auch modernisiert werden.

Foto: Stephan Singer

Die Stadt will 33 weitere Bushaltestellen modernisieren und sich dafür auf die Investitionsförderung der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR), seit Anfang des Jahres „go.Rheinland“, und des Landes NRW stützen. Denn: Die Gesamtkosten für die geplanten Maßnahmen an den einzelnen Haltestellen belaufen sich auf gut 670.000 Euro inklusive der Nebenkosten, wie beispielsweise Ingenieurleistungen. Mit einer Förderquote von 90 Prozent beträgt die Fördersumme rund 603.000 Euro und der verbleibende städtische Eigenanteil etwa 67.000 Euro.

„Das Ziel ist, dass die Wartehallen transparent sind und eine moderne Anmutung haben“, betont der Leiter des Tiefbauamtes, Harald Drescher, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Bestehende Beispiele für derartige Wartehäuschen in Wermelskirchen seien unter anderem auf der Telegrafenstraße vor dem Bürgerzentrum oder auch an der Eich zu finden.

Konkret ist geplant, die Haltestellensituation des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) weiter zu verbessern, erläutert die Stadtverwaltung in ihrer Sitzungsvorlage: „Es sollen 33 Haltestellen umgebaut werden. Dies soll erreicht werden, indem zum einen alte Wartehallen durch neue Wartehallen ersetzt und zum anderen weitere Haltestellen erstmalig mit einer Wartehalle versehen werden.“ Zusätzlich sieht die Planung demnach vor, insbesondere die Barrierefreiheit der Haltestellen herzustellen. das geschieht durch den Einbau von höheren Bordstein-Anlagen (sogenannte Buskapsteine). Außerdem gehören kleinere Maßnahmen, wie unter anderem die Verbesserung der Beleuchtungssituation oder die Installation von Fahrradbügeln neben den Wartehallen zum Umfang des Vorhabens.

Bereits im März vergangenen Jahres reichte das Tiefbauamt einen Einplanungs-Antrag auf Förderung beim NVR Köln ein. „Im Sommer 2022 ging daraufhin die Einplanungsmitteilung des NVR über die angemeldeten Maßnahmen bei der Stadt ein, sodass nunmehr der eigentliche, detaillierte Antrag für die vorgesehenen Förderungsinhalte durch ein Ingenieurbüro erarbeitet wird“, berichtet die Verwaltung an den Ausschuss.

Die Haltestelle Kreckersweg in Richtung Wermelskirchen ist bereits modernisiert und zeigt, wie es aussehen könnte.

Die Haltestelle Kreckersweg in Richtung Wermelskirchen ist bereits modernisiert und zeigt, wie es aussehen könnte.

Foto: Stephan Singer

Bereits 2008 / 2009 wurden in einem ersten Bau-Abschnitt zur Verbesserung des ÖPNV 24 Wartehallen im Stadtgebiet modernisiert, in einem zweiten Abschnitt erfolgte 2015 / 2016 der Neubau des Busbahnhofs.

Die genannten Kosten deklariert die Stadtverwaltung ausdrücklich als Schätzung und betont: „Es wird darauf hingewiesen, dass die Kosten zum Zeitpunkt der Entwurfsplanung vorgeschätzt wurden. Aufgrund der aktuell gestiegenen Baukostensituation können zurzeit keine genauen Summen genannt werden. Dies kann erst zu gegebener Zeit ein Ausschreibungs-Ergebnis zeigen.“ Falls sich durch eine Ausschreibung eine höhere Bausumme ergebe, werde sich die Verwaltung mit dem Fördergeber in Verbindung setzen, um eine entsprechende Förder-Anpassung zu erwirken.

Die Ausarbeitung des detaillierten Antrags soll im Frühjahr 2023 erfolgen, blickt die Stadtverwaltung aus. Damit könnten die Vorbereitung von Ausschreibung, Vergabe und baulicher Umsetzung ab Ende 2023 beziehunsgweise Anfang 2024 erfolgen. „Da es sich um eine hohe Anzahl von Haltestellen handelt, gehen wir von mindestens sieben bis acht Monaten Bauzeit in 2024 aus, in der die Haltestellen modernisiert werden. Das geht nicht in zwei oder drei Monaten“; sagt Harald Drescher.