Wermelskirchen: Die Kinderstadt-Verlosung fällt heute aus

Wermelskirchen : Die Kinderstadt-Verlosung fällt heute aus

Der Grund ist erfreulich: Alle 178 an der Verlosung teilnehmenden Kinder erhalten auch einen Platz. "Wir werden das logistisch hinbekommen", sagt Katt-Leiterin Eva-Maria Ponsar. Damit könnte es einen neuen Teilnehmerrekord geben.

Es sind vier Worte von Eva-Maria Ponsar, die 178 Kindern und deren Eltern ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern werden: "Alle Lose haben gewonnen", teilte die Leiterin der Kattwinkelschen Fabrik gestern Mittag erfreut am Telefon mit. Mit anderen Worten: Die erstmalig für heute, 11 Uhr, geplante Verlosung von 150 Plätzen für die Kinderstadt im Sommer fällt aus. "Alle Kinder, die ein Los abgegeben haben, erhalten auch einen Platz. Niemand muss zittern", berichtete Ponsar.

Das Organisationsteam der Katt um Kolja Pfeiffer sei nach langer Überlegung zu dem Entschluss gekommen, die Teilnehmerzahl noch einmal aufzustocken. "Wir werden das logistisch hinbekommen, das wird schon passen", sagte die Leiterin optimistisch. Ursprünglich sollten unter den abgegebenen "Familienlosen" 150 Kinder ausgelost werden, die einen Platz für die Kinderstadt erhalten. Jetzt sind es 178 Jungen und Mädchen, die definitiv dabei sein können. Hinzukommen noch zehn Plätze für die Lebenshilfe sowie zehn für Kinder aus Burscheid. Macht zusammen 198 Kinder - es könnte also einen neuen Teilnehmerrekord geben, wenn sich tatsächlich alle anmelden und niemand mehr abspringt.

Das Organisationsteam um Kolja Pfeiffer wird sich in den nächsten Wochen zusammensetzen und ein Konzept entwickeln, wie der Ablauf gestaltet und optimiert werden kann. Jetzt beginnt laut Ponsar der Feinschliff. Sie vertraut ihrem Team zu 100 Prozent. "Alle leisten tolle Arbeit." Wichtig sei für sie, dass die Eltern nun keinen Stress haben und sich nicht ärgern müssen, dass ihr Kind bei einer Verlosung womöglich leer ausgeht. "So können jetzt alle zufrieden sein", meinte Ponsar.

Die Katt-Leiterin hofft zudem, dass sich eventuell noch kurzfristig weitere Unternehmen melden, die als Partner bei der Kinderstadt mitmachen möchten. "Jeder ist willkommen", sagte sie. Partner müssten auch keine Werkstatt für die Kinderstadt organisieren, sie könnten sich auch anderweitig einbringen.

"Eine Betriebsbesichtigung anbieten, mit den Kindern an einem Oldtimer schrauben oder den Jungen und Mädchen einen Traditionsberuf näherbringen - es gibt so viele Möglichkeiten", betonte Ponsar. Es sei logistisch möglich, dass die Kinder die Kinderstadt für ein paar Stunden verlassen und zu den Partnern kommen.

Unternehmen, die sich als Partner engagieren möchten, können sich bei Kolja Pfeiffer (Tel. 7240-24) oder im Katt-Büro (Tel. 7240-21) melden. "Man kann über alles reden. Oftmals fallen einem in einem solchen Gespräch weitere Ideen ein", sagte die Katt-Leiterin.

In den Sommerferien können die Kinder wieder zwei Wochen lang in ihrer eigenen Stadt leben und "arbeiten". Sie können ihr eigenes Geld - den "Katt-Taler" - verdienen, sparen und wieder ausgeben.

(RP)
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