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Die ersten Gewinner der Zählscheinaktion haben ihre Preise abgeholt.

Zählscheinaktion : Erste Zählscheine in Gewinne umgetauscht

Der Blick in die Zeitung an Heiligabend hat schon deswegen Tradition, weil dann die Gewinnzahlen für die Zählscheine feststehen. Die ersten Glückspilze lösten ihre Preise auch umgehend im Bürgerzentrum ein.

Manfred Kleinsorge ist am Montagmorgen einer der ersten, der mit seinem Zählschein in den Fingern im Foyer im Bürgerzentrum ankommt. „Ich war ehrlich überrascht, als ich die Nummer auf dem Zählschein in der Liste entdeckte“, sagt er. Seit fast 40 Jahren lebt er in Wermelskirchen, gewonnen hat er noch nie. Aber trotzdem hat er an Heiligabend wie immer die Liste und seine Zählscheine zur Hand genommen und alle Nummern überprüft. „Das gehört dazu“, sagt er. Und dieses Mal wurde er fündig.

Weil Manfred Kleinsorge dann ohnehin noch letzte Besorgungen in der Stadt zu erledigen hat, macht er den Abstecher ins Foyer im Bürgerzentrum. Dort warten bereits Sylvia Mundstock mit Tochter Leonie und Edgar Rüssel. Sie haben alle Preise sortiert, die Listen bereit gelegt und verstauen gerade Tassen in kleinen Gewinntüten des Marketingvereins. „Das ist eine schöne Aufgabe, hier heute Vormittag zu stehen und den ersten Gewinnern die Preise zu übergeben“, sagt Sylvia Mundstock. Bescherung im Rathaus. Im vergangenen Jahr sei gleich am Vormittag des Heiligabends einer der Hauptgewinner bei der Ausgabe aufgetaucht. „Wenn dann die Augen leuchten, dann freuen wir uns richtig mit“, sagt Sylvia Mundstock.

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Als Bernd Kleinsorge schließlich seinen Zählschein abgibt, holt Edgar Rüssel einen Toaster aus dem Schrank. Ein kurzer Plausch, fröhliches Lachen, dann wünschen sich alle noch „Frohe Weihnachten“ und der glückliche Gewinner zieht seiner Wege.

Printen und Gutscheine, eine Wermelskirchen-Fahne und kleine Elektrogeräte gehen in der ersten Stunde über den Tresen. Wer nicht kommt, um einen Zählschein einzulösen, der ist auf der Suche nach der Gewinnliste. Die hat das Team vom Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“ bereitgelegt. Viele gehen dann wieder, um sich Zuhause den Zählscheinen und der Liste zu widmen. Gerd Hiddemann bleibt. Er hat seinen Stapel Zählscheine mitgebracht, setzt sich auf einen Stuhl und nimmt sich die Liste zur Hand. Welches Auto es denn dieses Mal zu gewinnen gibt, fragt er noch. Und Sylvia Mundstock erklärt, dass der Verein die alte Wermelskirchener Tradition im vergangenen Jahr abgelöst habe und stattdessen zehn Hauptgewinne zur Verfügung stellt – vom E-Bike bis zum Gutschein für die nächste Stromlieferung. Insgesamt 600.000 Zählscheine haben die Wermelskirchener Händler gekauft und an ihre Kunden weitergegeben. In den Tagen vor Weihnachten haben einige Geschäfte noch nachgeordert, weil ihnen die kleinen Zettelchen bereits ausgegangen waren.

Inzwischen hat Gerd Hiddemann alle Zählschein durchgesehen. „Wieder nichts. Wie immer“, sagt der Wermelskirchener. Er könne sich nicht daran erinnern, dass er in all den Jahren mal etwas gewonnen habe. Den Vormittag mit den Zählscheinen im Rathaus-Foyer lässt er sich trotzdem nicht nehmen. Irgendwann könnte ja doch mal ein Gewinn dabei sein.