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Dhünn: Viele Besucher kommen zum Benefizspiel zugunsten des Freibads

Benefizspiel des SSV Dhünn gegen den Wuppertaler SV : Alte Herren kicken für das Freibad Dabringhausen

Zahlreiche Besucher kommen an die Staelsmühle, um das Fußball-Freundschaftsspiel des SSV Dhünn gegen den Wuppertaler SV zugunsten des Dabringhausener Freibads zu unterstützen.

Es dauerte kaum länger als eine halbe Stunde nach dem Abpfiff, da hieß es von Bodo Neubert und Marcel Sachser am Grill: „Ausverkauft“. Für das „Dream-Team am Grill“ hatte sich ihr schweißtreibender Einsatz gelohnt – alle Würstchen, 200 Stück hatte die Metzgerei Sachser gespendet, Lummer- und Nackensteaks waren verkauft. Vor allem für das Freibad Dabringhausen lohnte sich der erfolgreiche Verkauf von Grillgut und Getränken, denn das Benefizspiel der Alten Herren des SSV Dhünn gegen den Wuppertaler SV richtete der SSV an der Staelsmühle zugunsten des vom Hochwasser stark betroffenen Waldbades an der Linnefe aus. „Wenn es um Fußball geht, schenken sich die beiden Nachbardörfer Dhünn und Dabringhausen nichts, aber geholfen wird sich gegenseitig schon. Das ist wohl eine Art Hass-Liebe und mit der vermeintlichen Feindschaft zwischen Dhünn und Dabringhausen lässt sich ja auch ganz gut kokettieren“, stellte der Vorsitzende des SSV Dhünn, Friedhelm Wendel, fest.

Wendel freute sich über das Engagement des AH-Teams des SSV: „Dieses Spiel hat die Mannschaft initiiert und innerhalb von einer Woche organisiert.“ Erst vor zwei Jahren habe sich die Mannschaft um Trainer Christoph Weber angefangen zusammenzufinden und würde bereits jetzt für Schwung im Vereinsleben sorgen.

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Die Alten Herren konnten sich rund um ihr Spiel gegen den Wuppertaler SV, das die Heimmannschaft übrigens mit 3:0 gewann, auf die Unterstützung aus den SSV-Vereinsreihen verlassen. Nicht nur Bodo Neubert und Marcel Sachser am Grill packten mit an. Pascal Püllen, Spieler der SSV-Zweiten und Mitglied der Schiedsrichtervereinigung Remscheid, fungierte beim Benefizspiel als Schiedsrichter. Dominic Rehbold gehörte zu den fleißigen Zapfern am Getränkeausschank und hatte mit gewohnt lockerem Mundwerk stets einen humorigen Kommentar parat. Bestellungen von Limonade quittierte er mit den Worten: „Nicht dass du einen Zuckerschock bekommst.“

 Die Erlöse des Benefizspiels zwischen den AH-Teams des SSV Dhünn und des Wuppertaler SV. gingen an das Freibad in Dabringhausen.
Die Erlöse des Benefizspiels zwischen den AH-Teams des SSV Dhünn und des Wuppertaler SV. gingen an das Freibad in Dabringhausen. Foto: Jürgen Moll

Geburtstagskind Kevin Rehbold konnte an seinem Ehrentag zwar kein Tor erzielen, durfte aber die Kapitänsbinde für die Alten Herren am Arm tragen. „Die werde ich den gesamten Abend nicht ablegen, auch in der dritten Halbzeit nicht“, bemerkte Rehbold, dessen Geburtstag zu späterer Stunde noch mit einem Ständchen bedacht wurde.

Nachdem der Kunstrasenplatz an der Staelsmühle fertiggestellt ist, will der SSV im kommenden Jahr den Ausbau des Gebäudes der Umkleidekabinen zum Vereinsheim angehen. Das kündigte Friedhelm Wendel im Gespräch mit unserer Redaktion an: „Wegen Corona haben wir den geplanten Ausbau, bei dem ein weiteres Stockwerk auf das vorhandene Gebäude aufgesetzt werden soll, erst einmal ruhen lassen.“ Den Ausbau will der SSV mit viel Eigenleistung bewerkstelligen, eine Finanzspritze von der Stadt gibt es dazu: „Die fleißigen Helfer brauchen nach dem Bau des Kunstrasenplatzes auch eine Pause, im kommenden Jahr sind sie dann wieder richtig motiviert“, verspricht Wendel.