Der Wermelskirchenerin Rebecca Hockelmann wird die Auszeichnung "Beste Auszubildende in NRW" vom Verband "Freier Berufe" am 20. November in Düsseldorf verliehen.

Rebecca Hockelmann wird am heutigen Dienstag in Düsseldorf geehrt. : Beste Auszubildende ist Wermelskirchenerin

Der Notarfachangestellten Rebecca Hockelmann wird am Dienstag der Titel „Beste Auszubildende in NRW“ vom Verband Freier Berufe in Düsseldorf verliehen. Überreicht wird die Urkunde von Ministerpräsident Armin Laschet.

Der Notarfachangestellten und Wahl-Wermelskirchenerin Rebecca Hockelmann wird am 20. November der Titel „Beste Auszubildende in NRW“ vom Verband „Freier Berufe im Lande Nordrhein-Westfalen“ in Düsseldorf verliehen. Überreicht wird die Urkunde von Ministerpräsident Armin Laschet, der anlässlich des 70-jährigen Bestehens des VFB NW auch eine Festansprache hält.

Die 23-jährige gebürtige Leverkusenerin hat ihre Ausbildung im Notariat Stefan Lange-Parpart in Opladen gemacht. Ihre Kolleginnen und ihr Chef freuen sich mit ihr über diese besondere Ehrung. „Die Chemie hat einfach gestimmt“, erklärt Stefan Lange-Parpart, warum er sich vor drei Jahren für Rebecca Hockelmann als Auszubildende entschieden hatte. „Und ihr interessanter Lebenslauf“, fügt er hinzu.

Hockelmann, die 2013 ihr Abitur an Marienschule Opladen machte, verschlug es zunächst in eine ganz andere berufliche Richtung. Nach einem sechsmonatigen Praktikum im Kindergarten unterstützte sie eine fünfköpfige Familie in Haushalt und bei der Kinderbetreuung. Ganz schön viel Verantwortung findet auch ihr Chef. „Sie ist nicht den leichtesten Weg gegangen“, sagt Lange-Parpart, „das hat mir gefallen“.

Nebenbei arbeitete sie mehrere Tage pro Woche auf einem Wochenmarkt. Trotz einem klingelndem Wecker um 4.30 Uhr machte ihr die Arbeit Spaß. Schließlich war der Verkauf auch was fürs „Köpfchen“. „Zum Abbrechnen musste ich mir dreihundert Nummern für die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten merken.“ Die Gedächtnisleistung kommt ihr als Notarfachangestellte zu Gute, schließlich bestehen die Formulierungen auf Urkunden, Beglaubigungen von Rechtsgeschäften, die sie aufsetzt, auch aus vielen vorgegebenen Textbausteinen, die passend eingesetzt werden müssen – da hilft es, sie auswendig zu kennen. Eine ganze Menge Verantwortung, jedes Wort muss stimmen, schließlich werden die „Originale“ jahrzehntelang aufbewahrt. „Ich wusste von Anfang an, dass das mein Ding ist“, erklärt Rebecca Hockelmann ihre Berufswahl.

Und spätestens seit der Zeugnisvergabe im Juni 2018 weiß sie, dass sie in dem, was sie tut, richtig gut ist. Das hat die Wahl-Wermelskirchenerin nun schriftlich, als Einladung zur Preisverleihung, zu der sie am 20. November neben Partner und Familie auch ihr Chef und eine Kollegin begleiten nach Düsseldorf begleiten werden. So eine große Feier sei aber nicht geplant, verrät Rebecca Hockelmann. Sie plant lieber die nächsten Herausforderungen für die Zukunft: Fortbildungen zur Notarfachassistentin und im Anschluss zur Notarreferentin.

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