Wermelskirchen: Der Traum von 150 Jobs ist geplatzt

Wermelskirchen : Der Traum von 150 Jobs ist geplatzt

Als sich im Mai 2009 der Bochumer Gerhard Uhle mit seiner Euco-Gruppe als neuer Interessent für das angeschlagene Ringkaufhaus von Alfred Scherz vorstellte, schien die Freude groß: 20 Millionen Euro wollte Uhle in Wermelskirchen investieren, Fachmärkte sollten ebenso in sein neues Einkaufszentrum mitten in der Stadt einziehen wie kleine Fachgeschäfte.

Der Investor sprach von 100 bis 150 neuen Arbeitsplätzen, die entstehen könnten. Nach seinen Plänen hätte schon längst die Eröffnung stattfinden sollen. Das neue Einkaufszentrum wurde als der Frequenzbringer beschrieben.

Die Abrissgenehmigung für die Altgebäude des ehemaligen Ringkaufhauses liegt seit August 2010 vor, die für das ehemalige Wohnhaus Brückenweg 30 seit 2011. Dann kamen Verkehrsgutachten und detailliertere Pläne: Drei Parkdecks, zwei bis drei Laderampen — besonders die Anwohner wurden nervös. Es formierte sich der Protest. Während die Politik ausnahmslos hinter dem Investor stand — immerhin verzichtete Wermelskirchen bislang auf den Ausbau des städtischen Filetstücks, dem Loches-Platz — und sogar eine Blanco-Baugenehmigung im Sommer 2012 erteilte, hielt sich Uhle zurück. Er hätte bauen können. Denn es wurde nicht gegen ihn geklagt, sondern gegen die Stadt. Hätte der Kläger gewonnen, hätte die Stadt Wermelskirchen zahlen müssen.

(tei.-)
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