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Der nächste Schritt zur Energiewende

Phtovoltaik-Anlagen im Rheinisch-Bergischen Kreis : Der nächste Schritt zur Energiewende

Die CDU und die Grünen im Kreistag möchten den Rheinisch-Bergischen Kreis zum Solarkreis machen. Dabei sollen die Solarpotenziale genutzt werden. Im ersten Schritt wird das Solardachkataster bis Ende 2021 aktualisiert.

Wenn nach der CDU und den Grünen im Kreistag geht, soll der Rheinisch-Bergische Kreis ein Solarkreis werden. Denn auf der Grundlage eines Antrags dieser beiden Fraktionen hat die Kreisverwaltung nunmehr eine Strategie vorgelegt, mit der die Gewinnung von Sonnenenergie über Photovoltaik-Anlagen in einem ersten Schritt bis 2025 auf 40 Prozent des bestehenden Potenzials gesteigert werden soll. Auch die Nutzung von Solarthermie wird darin deutlich ausgebaut. Die vorgelegte Strategie und der Fahrplan gehen aus Sicht der beiden Fraktionen in die richtige Richtung und entsprechen sehr genau der Zielrichtung, die beide Fraktionen einschlagen wollen.

In einem ersten Schritt soll das Solardachkataster erneut aktualisiert werden. Diese Aktualisierung soll Ende 2021 abgeschlossen sein. Alle geeigneten Gebäude, die den Kreis gehören, werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Im Rahmen der Solarstrategie wird der Ausbau von PV-Anlagen vom Kreis gefördert. Die Beratung der Bürger und der im Kreisgebiet ansässigen Unternehmen soll deutlich ausgebaut werden, heißt es in dem Strategiepapier Hierfür sollen bestehende Netzwerke und Strukturen genutzt und optimiert werden. Die Gründung von Bürgerenergiegenossenschaften wird darin ausdrücklich unterstützt. Daneben sollen weitere innovative Projekte entwickelt, gefördert und umgesetzt werden. Eine Klima-/ Energieagentur soll die Umsetzung der Solarstrategie begleiten.

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Mit dem Wegfall der Eigenverbrauchsabgabe für PV-Anlagen bis 30 kW (vormals 10 kW) durch die Novellierung des EEG Ende 2020 ist bereits ein wesentliches Hemmnis zur Ausschöpfung des Dachflächenpotenzials entfallen, heißt es in einer Presseerklärung von Arne Meinhardt, Geschäftsführer der grünen Kreistagsfraktion, die im Namen beider Fraktionen erfolgte. Die Beseitigung weiterer Hemmnisse und die Flankierung mit weiteren Maßnahmen zur Energieeinsparung und erneuerbarer Energieerzeugung sind notwendige Schritte, damit die Energiewende im Kreis auch nachhaltig gelingen kann. „Die Bereitschaft der Bürger und der Unternehmen, zur Energiewende beizutragen, ist groß. Mit der vorgelegten Solarstrategie verfügt der Kreis nunmehr über den Fahrplan und die Instrumente, die gesetzten Ziele zu erreichen und zum Solarkreis zu werden“, so Meinhardt.

„Nach dem Integrierten Klimaschutzkonzept des Kreises gehen wir nun den Weg der Konkretisierung unserer Ideen zur Gestaltung der Energiewende. Wir haben nicht viele Chancen, die erneuerbaren Energien im Kreis auszubauen – die Solarenergie ist unser Ass im Ärmel. Hier bieten sich die größten Potentiale, die gemeinsam mit den Bürgern am leichtesten gehoben werden können. Deswegen setzen wir auf eine Mischung aus Beratung und Förderung, um die Menschen im Kreis zu überzeugen, dass die Solarenergie eine Chance ist – insbesondere, wenn die Energie vom Dach direkt verbraucht und auch in E-Autos und zuhause in Batterien gespeichert werden kann“, so Uwe Pakendorf, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag.

Ursula Ehren, Fraktionsvorsitzende der Grünen: „Das europäische Parlament und das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum deutschen Klimaschutzgesetz verschaffen uns den notwendigen Rückenwind. Zur erfolgreichen Umsetzung benötigen wir eine intensive Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen. Daher werden wir den Austausch mit unseren Bürgermeister:innen und unseren Fraktionen in den kreisangehörigen Kommunen deutlich verstärken.“

(Rhein-Berg)