Der Kita-Ausbau als ein Lehrstück

Kommentar : Der Kita-Ausbau als ein Lehrstück

Hunderte von Kita-Plätzen aus dem Boden zu stampfen, war und ist ein Kraftakt. Sprunghaft stieg der Bedarf an Betreuungsplätzen auch für die kleinen Kinder. Die Stadt Wermelskirchen war in einer ähnlichen Lage wie andere Städte, die von der Entwicklung gerade überrollt worden waren.

Aber An- und Neubauten brauchen einen Vorlauf, nicht jedes Projekt lässt sich so schnell realisieren, wie es sich Eltern aus gutem Grund wünschen. Für sie ist die verlässliche Betreuung kein Luxusangebot, sondern unverzichtbar, weil heutzutage meist beide Elternteile berufstätig sind, sein müssen, um das notwendige Einkommen zu erzielen – aber auch, um sich nicht eigene Karrierechancen zu verbauen.

Ein gutes Betreuungsangebot ist also ein wichtiger Standortfaktor. Bei der Wahl des Wohnortes spielt es eine gewichtige Rolle wie das übrige Bildungsangebot. Will eine Stadt junge Familien anlocken, müssen die Kitas zu 100 Prozent den Bedarf decken können. Wenn 2025 der Rechtsanspruch auf einen Platz in der offenen Ganztagsschule kommt, gilt das gleiche. Die Stadt beginnt jetzt schon, sich auf ein neues Maßnahmepaket einzustellen. Der Kita-Ausbau war dafür ein gutes Lehrstück.