Der große Andrang blieb im Bürgerzentrum aus

Eisenbahn-Ausstellung in Wermelskirchen : Der große Andrang bleibt im Bürgerzentrum aus

Hand in Hand: Modellbahnausstellung der Bergischen Eisenbahnfreunde und Präsentation der Werke von den Hobbykünstlern der Gruppe „Palette“.

Ein „paar Besucher mehr“ hätten es sein können. Das stellten unabhängig voneinander sowohl die Bergischen Eisenbahnfreunde als auch Hobby-Künstler der Gruppe „Palette“ fest. Die Eisenbahnfreunde hatten am zweiten Adventswochenende vier imposante Modelleisenbahn-Anlagen in den Sälen des frisch renovierten Bürgerzentrums aufgebaut. Die „Palette“-Künstler präsentierten ihre Werke an ungewohnter Stelle: Da das Foyer wegen Sanierungsarbeiten noch nicht nutzbar ist, wichen sie in den Flurbereich zwischen den Rathaus-Eingängen vor dem Bürgerbüro aus.

„Wir gehören ja schon quasi standardmäßig dazu“, meinte Klaus-Dieter Lang von den Eisenbahnfreunden aus Wipperfürth, die inzwischen zum 19. oder 20. Mal (genau wusste es Lang nicht) mit der Ausstellung ihren Jahresabschluss ihren Wermelskirchen begehen. „Für diese Ausstellung sind mehr als die Hälfte unserer Mitglieder im Einsatz – das ist schon ein gehöriger Aufwand“, beschrieb Klaus-Dieter Lang das Geschehen. Allein die aufgebaute H0-Anlage brachte es auf rund 200 Meter Schienenstrecke – die Bahnhöfe mit eingerechnet. Dazu gesellte sich eine LGB-Anlage für Kinder und eine N-Anlage. Die Modelleisenbahn-Fans der Wuppertaler Stadtwerke steuerten dazu eine 14 mal vier Meter große LGB-Anlage bei.

Besonders die komplett digital gesteuerte H0-Anlage war ein Hingucker und begeistert auch den Nachwuchs. So standen den Besuchern der elfjährige Jonas, der 14-jährige Leonhard und der zwölfjährige Tim von den Eisenbahnfreunden den Besuchern Rede und Antwort. „Ich bastele gerne. Am liebsten sehe ich die Modelleisenbahn-Züge in Bewegung, wenn ich die koordiniert steuern kann“, sagte Jonas, der seit eineinhalb Jahren dem Modelleisenbahn-Hobby frönt.

„Glücklicherweise sind wir alle Hobby-Künstler, die nicht ihr Brot damit verdienen müssen, sonst würden wir alle verhungern“, nahm die „Palette“-Künstlerin Margit Käbich den geringen Zuschauerzuspruch mit Humor. Der Verlagerung des Standorts machte die Burscheiderin nicht alleine dafür verantwortlich: „Viele zieht es wohl in die umliegenden Großstädte.“