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Der Feierabendmarkt in Wermelskirchen fällt nicht gänzlich ins Wasser

Feierabendmarkt in Wermelskirchen : Abendsonne lässt Besucher nicht im Stich

Auftakt zur Serie der Bergischen Feierabendmärkte in Wermelskirchen fällt nicht gänzlich ins Wasser. „Bratsche“-Band sorgt zum Markttreiben für passende, echte Straßenmusik. WiW-Maskottchen hat ersten Einsatz in der Öffentlichkeit und sucht nach einem Namen.

Der Auftakt in die Saison der Bergischen Feierabendmärkte ist zumindest nicht gänzlich ins Wasser gefallen. Waren Aufbau und die erste Stunde nach der Eröffnung noch begleitet von Blitz, Donner, Regen und verhangenem Himmel, lockerte sich die Wolkendecke schnell auf – und dann strahlte sogar die Abendsonne auf die 20 Stände sowie die Besucher herab. Letztere kamen angesichts der Wetterkapriolen nicht so zahlreich, wie vom Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) als Organisator erhoff hatte, aber: „Der Auftakt ist gemacht und echte Bergische kommen mit so einem Wetter zurecht“, sagte der WiW-Vorsitzende André Frowein, der gemeinsam mit Bürgermeisterin Marion Lück im Beisein von Burscheids Bürgermeister Dirk Runge den Startschuss in die Feierabendmarkt-Saison, die bis Oktober läuft, eröffnete. „Das Wetter ist heute nicht so knorke – das wird beim nächsten Mal bestimmt besser“, zeigte sich die Bürgermeisterin überzeugt, die an den ersten Feierabendmarkt-Reigen aus 2021 erinnerte, wo durchschnittlich 1000 Besucher den Weg zu den Veranstaltungen auf der Telegrafenstraße fanden.

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Auch in diesem Jahr warteten reichlich die Leckereien auf die bummelfreudigen Gäste: von frischen Waffeln des Abschlussjahrgangs der Sekundarschule und Crèpes über Wild-, Fisch- und Burgervariationen bis hin zu Cocktail-, Kaffee- oder Spirituosenspezialitäten reichte das Angebot, das vom WiW-Getränkestand vervollständigt wurde. Marktflair brachten Stände mit Kosmetik, Schmuck, Haustierbedarf oder auch Reinigungsmittel ins Geschehen, das sich auf der ab nachmittags für den Verkehr gesperrten Telegrafenstraße zwischen und vor Bürgerzentrum sowie Stadt-Karree abspielte. Eine gehörigen Anteil daran, dass sich nach Abzug der Gewitterwolken doch noch Besucher zur geselligen Feierabendstimmung zusammenfanden, hatte die achtköpfige Wermelskirchener Band „Bratsche“, vor der sich zwischenzeitlich eine Schar von gut 70 Zuhörern im Halbrund versammelte. Eingangs noch mit Mikrofonie bestückt, spielte die Akustik-Formation, die ihre Folk-Rock-Coversongs mit Gitarren, Bass, Cajón, Geige, Mundharmonika und Gesang darbietet, den letzten Teil ihres Konzerts umringt von klatschenden Zuschauern mitten auf der Telegrafenstraße zwischen Eiscafé und Getränkestand – in bester Straßenmusikermanier passend zu einem Feierabendmarkt. Da hatten sich die Wolken längst verzogen und sich die Sonne zurückgemeldet. Was „Bratsche“-Gitarrist Levi Dombrowksi kurz vor dem Konzert noch „befürchtete“, trat nicht ein: „Ihr müsst mich aufhalten, wenn gleich einer mit einem Gummiboot vorbei kommt – sonst springe ich hinein und paddele mit.“ Gemeinsam mit dem Musiker scherzte WiW-Helfer Dirk Stöcker, der mit seinem ehrenamtlichen Einsatz pünktlich zur Frühjahrs- und Sommerzeit wieder den Brunnen an der Carl-Leverkus-Straße in Betrieb genommen hat: „Endlich wieder eine Veranstaltung, auch wenn hier gleich die Fische vorbei schwimmen.“

Fische schwammen letztlich beim Feierabendmarkt nicht vorbei, dafür aber drehte ein mannsgroßer, gut gelaunter Dinosaurier oder Drache (je nach Interpretation) seine Runden. Das neue Maskottchen von WiW erlebte zum Feierabendmarkt den ersten Einsatz in der Öffentlichkeit und freute sich, endlich „aus dem Sack“ gelassen worden zu sein. „Das Kostüm ist echt warm, aber hier zu sein, ist echt cool“, bemerkte das Maskottchen im Gespräch mit unserer Redaktion.

 Auf der Suche nach einem Namen: das neue Maskottchen von WiW.
Auf der Suche nach einem Namen: das neue Maskottchen von WiW. Foto: Stephan Singer

Erste Vorschläge zur Namenssuche für das Maskottchen konnte WiW-Geschäftsführerin Jasmin Riemann beim Feierabendmarkt unter den Besuchern bereits einsammeln. Da war auf den Postkarten unter anderem „Delloluga“ als Kombination aus Dellmann und dem bekannten Drachen „Tabaluga“ oder „Ermel“ als Spitzname aus Wermelskirchen zu lesen. Robin wünscht sich, dass das Maskottchen den einprägsamen Namen „Heinz“ bekommen soll, wie auf seiner Postkarte in großen Lettern unübersehbar geschrieben stand.