Rosenmontagszug in Dabringhausen : De 41. Dawerkuser Zoch kütt

Die Jecken zählen schon die Stunden: Der 41. Zug im Dorf startet um 10.30 Uhr. Hier wichtige Informationen rund um Rosenmontag.

Dieser Ausnahmezustand herrscht in Dabringhausen nur an einem Tag im Jahr: Am Rosenmontag, 4. März, rollt der inzwischen 41. Karnevalszug durch das Dorf und stellt unter Beweis, dass Dawerkusen die närrische Hochburg von Wermelskirchen ist. Bisher wurde der närrische Lindwurm nur ein einziges Mal wegen des Irakkriegs Anfang der 1990er-Jahre abgesagt. Elf Fest- und 14 Bagagewagen sowie 20 Fußgruppen setzen sich Höhepunkt des Straßenkarnevals ab 10.30 Uhr am Höferhof in Bewegung, wie Elke Fröhlingsdorf aufzählt. Die Zugleiterin betreut für den Dabringhausener Festausschuss in 2019 zum vierten Mal den Umzug federführend.

Zugstrecke Der Zug der Narren bewegt sich vom Höferhof über die Altenberger Straße durch den Dorfkern, macht im Bereich Ringstraße / Gartenfeld eine kurze Pause und kehrt, um dann über die Südstraße noch einmal in entgegengesetzter Richtung auf die Altenberger Straße zu stoßen, über die es noch durch den Sidepunkt des närrischen Treibens in Dawerkusen geht. In Höhe des Dorfparks löst sich der Rosenmontagszug dann auf.

Zugdauer Der Rosenmontagszug in Dabringhausen dauert etwa drei Stunden.

Teilnehmer (in der Reihenfolge des Zugaufbaus) Zugleitung und Feuerwehr, Hahneköppverein Stumpf, „Noh bei Kölle“, „En Jeckes Trüppchen“, „Dhünn Alaaf“, Tanzgarde Dhünnsche Jecke, Dhünnsche Jecken, Spielmannszug Bad Segeberg, Carpe Diem, Dawerkuser Allerlei, Dhünntalschule, Grunewalder Tanzcorps („mittlere“, „kleine“ und „große“), Karnevalsfreunde Grunewald, Avatar, Dawerkuser Klüngelköpp, Katt-Kids, Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“, Pänz us Ampelskirchen, Tanzgarde Rut-Wiess, Noch Löher bei Kölle, SSV Dhünn-Gymnastikgruppe, Jecke Wiewer und Dawerkuser Altstadtgarde sowie standesgemäß zum Abschluss der Prunkwagen des Dreigestirns.

Straßensperrung Der Dorfkern in Dabringhausen ist am 4. März ab 8.30 Uhr für den Verkehr nicht befahrbar. Im Bereich Südstraße (Kreisverkehr) und im Bereich Höferhof am Zugang zur L101 wird abgesperrt. Dazu stellt der städtische Betriebshof nicht nur Absperrgitter, sondern auch Fahrzeuge auf, wie Arne Feldmann im Gespräch mit dieser Redaktion mitteilt. Demnach werde das städtische Ordnungsamt auch vormittags vor dem Rosenmontagszug im Bereich der Wegstrecke parkende Fahrzeuge abschleppen lassen.

Im Einsatz Neben Polizei und Freiwilliger Feuerwehr aus Dabringhausen werden zwölf Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes für einen geregelten Ablauf des karnevalistischen Treibens sorgen. Dazu kommen Erst-Helfer und Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz.

Einsatzzentrale Die Sicherheitskräfte richten ein Lagezentrum im Gemeindehaus an der Altenberger ein. „Jeder, der Hilfe braucht, kann dorthin kommen – das Zentrum ist besetzt“, kündigt Arne Feldmann an und denkt dabei auch an in der Menschenmenge verloren gegangene Kinder. Diese Einsatzzentrale sei dann ebenso Anlaufstelle für die Polizei.

Jugendschutz Besonderes Augenmerk legt das Ordnungsamt wieder auf den Jugendschutz. „Unter 16-Jährige haben nichts mit Alkohol zu tun, unter 18-Jährige nichts mit Zigaretten“, betont Arne Feldmann. Er und seine Mitarbeiter würden das genau beobachten, denn: „Kinder können mit Alkohol nicht umgehen, da gilt es dann auch präventiv körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.“ Unrühmlicher „Spitzenreiter“ war 2018 ein 15-Jähriger mit 1,8 Promille, erinnert der Leiter des Ordnungsamtes: „Das ist also ein Thema. Wir kontrollieren sicherlich nicht pauschal jeden, aber achten auf auffälliges Verhalten.“

Wild-Pinkeln Das sogenannte Wild-Pinkeln gelte es in Grenzen zu halten, kündigt Arne Feldmann an, auch wenn nicht jeder Fall zu entdecken und zu ahnden sei.

Unterstützung Karneval ist auch für die Kreispolizeibehörde Bergisch Gladbach „Großkampftag“ – da reichen die örtlichen Bezirksbeamten nicht aus. So wird der Karnevalsbesucher im Dorf auch viele neue Gesichter entdeckten – die Einsatzleitung hat zwar ein in Wermelskirchen bekannter Beamter, aber er bekommt aus Bergisch Gladbach sowie von der Polizei-Fachhochschule Köln Unterstützung: Es sind Auszubildende, die hier praktische Einsatzerfahrung sammeln.