Jecke Zick in Wermelskirchen Dawerkuser in „Neunerrat“ bei berühmter Stunksitzung in Köln

Köln/Wermelskirchen · Acht Jecke aus Wermelskirchens närrischstem Dorf Dabringhausen bildeten gemeinsam mit Sitzungspräsidentin Brigitte „Biggi“ Wanninger für einen Abend den „Neunerrat“ der berühmten Stunksitzung.

 Die „Stunk-Ultras“ unter dem Motto „30 Jahre mehr Stunk als Ehe“ (v.l.): Brigitte und Harry Tiede, Caro Köhler, Kathy und Marcus Klaar, Heiko Köhler, Sabine Zielke und Jürgen Weber.

Die „Stunk-Ultras“ unter dem Motto „30 Jahre mehr Stunk als Ehe“ (v.l.): Brigitte und Harry Tiede, Caro Köhler, Kathy und Marcus Klaar, Heiko Köhler, Sabine Zielke und Jürgen Weber.

Foto: privat

Hoch oben über der Bühne des Kölner E-Werks durften sie Platz nehmen: Acht Jecke aus Wermelskirchens närrischstem Dorf Dabringhausen bildeten mit gemeinsam mit Sitzungspräsidentin Brigitte „Biggi“ Wanninger für einen Abend den „Neunerrat“ der berühmten Stunksitzung.

Unter dem Motto „30 Jahre mehr Stunk als Ehe“ hatten Katharina „Kathy“ und Marcus Klaar dieses besondere Erlebnis eingefädelt. Der Grund: Kathy und Marcus sind nicht nur verheiratet, sondern seit 1992 regelmäßige Besucher der Stunksitzung. „Eigentlich sind es demnach jetzt schon 31 Jahre, aber im vergangenen Jahr sollten wir schon aufgrund des Jubiläums im Elferrat der Stunksitzung sein, was dann aber bekanntlich wegen Corona nicht klappte, weil alle Veranstaltungen abgesagt wurden“, berichet Kathy Klaar im Gespräch mit unserer Redaktion. Aufgrund von Corona liegt es auch, dass der eigentliche Elferrat nunmehr ein „Neunerrat“ ist, erklärt Kathy Klaar: „Damit wollen die Stunker sicherstellen, dass auf der Empore etwas mehr Abstand eingehalten werden kann.“

Nicht zuletzt weil es sich bei der „Einberufung“ zum „Neunerrat“ um Marcus Klaars 54. Geburtstag handelte, ließen sich die Dabringhausener etwas ganz Spezielles einfallen: Eigens für die Stunksitzung entwarfen und nähten sie in liebevoller Detail-Arbeit ihre ganz persönlichen „Rats“-Kostüme in den zur Stunksitzung passenden Farben Rot-Schwarz – der auf den Rücken der Piratenjacken aufgenähte Stern zeigte, was das für „Rats“-Herren und -Damen sind: die „Stunk-Ultras“. Davon seien selbst die Akteure aus dem „Stunker“-Ensemble völlig aus dem Häuschen gewesen, sagt Marcus Klaar.

 Hoch über den Köpfen der Besucher und der Bühne „schwebt“ im Kölner E-Werk die Empore, auf der die „Rats“-Herren und -Damen Platz nehmen dürfen.

Hoch über den Köpfen der Besucher und der Bühne „schwebt“ im Kölner E-Werk die Empore, auf der die „Rats“-Herren und -Damen Platz nehmen dürfen.

Foto: privat

„Dieser Abend war ein unvergessliches Erlebnis für uns als Stunk-Fans“, sagt Kathy Klaar: „Allerdings muss man sagen: Auf der Empore sieht man vom Geschehen auf der Bühne nicht so viel, wie aus dem Zuschauerraum. Dafür erhascht man aber viele Blicke hinter die Kulissen, die dem Publikum verwehrt bleiben.“ Und es sei sicherlich ein unbeschreibliches Gefühl, bei der Stunksitzung als „Rats-Herr“ oder „Rats“-Dame wie ein VIP behandelt zu werden.

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„Allein der Einzug in den Saal mit Biggi Wanninger vorne weg ist ein mega-tolles Gefühl“, erinnert Kathy Klaar mit einem Lachen. Ebenso gehöre es zur Aufgabe des „Neunerrats“, dass Publikum standesgemäß anzuheizen – dafür nutzte die Dawerkuser Delegation, die neben Marcus und Kathy Klaar aus Brigitte und Harry Tiede, Sabine Zielke, Jürgen Weber sowie Caro und Heiko Köhler bestand, unter anderem plüschige und schillernde Pom-Poms.

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Auch an ihre Anfangszeiten als „Stunker“ haben Marcus und Kathy Klaar gute Erinnerungen: „Damals war Gaby Köster als ‚Dümmste Praline der Welt‘ dabei.“ Die Stunksitzung habe mit einem vierstündigen Kabarett- und Live-Musik-Programm ein unverkennbares Markenzeichen gesetzt.

„Damals hat sich Marcus morgens um vier angestellt, um pünktlich um neun Uhr zum Vorverkaufsstart dabei zu sein“, erzählt Kathy Klaar. Das sei heute dank Internet und persönlichem Kontakt zu Ensemble-Mitglied Ozan Akhan dann doch einfacher geworden. „Durch diesen Kontakt ist es auch entstanden, dass wir 2022 im Elferrat sein sollten und das jetzt umsetzen konnten.“ Stephan Singer

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