Wermelskirchen: Das Ringkaufhaus wird nur entkernt

Wermelskirchen : Das Ringkaufhaus wird nur entkernt

Zuletzt war unklar, ob das Gebäude doch abgerissen wird und ein Neubau entsteht. Investor Gerhard Uhle stellte gestern aber klar: "Ein Abriss des Hauses kommt nicht infrage." Am Zeitplan hätte dies auch nichts geändert.

Das Gebäude des ehemaligen Ringkaufhauses an der Telegrafenstraße wird nicht abgerissen. Das stellte Investor Gerhard Uhle gestern Abend klar. "Wir haben den Baugrund noch einmal untersucht, die Ergebnisse waren alle positiv", sagte Uhle und fügte an: "Ein Abriss des Gebäudes kommt für uns nicht infrage." Am Vormittag hatte Uhle die Antwort auf die Frage, ob das Gebäude nun doch abgerissen werden muss und ein Neubau entstehen wird, noch offen gelassen. "Ich habe eine Abrissgenehmigung für alles — auch für das Eckgebäude", sagte Uhle.

Zurzeit werde das Gebäude entkernt, dies müsse auf jeden Fall geschehen. Zwischenzeitlich drohte der komplette Abriss. "Das hängt davon ab, was wir innen noch an Materialien finden", sagte Uhle, "wir werden prüfen, ob es Sinn macht, das Gebäude weiter zu nutzen oder abzureißen und dann einen Neubau zu errichten". Nachdem die Ergebnisse der Untersuchung vorlagen, teilte Uhle am Abend mit, dass das Haus entkernt wird und dann darin die neuen Märkte entstehen werden.

Die Euco Ring KG als Bauherr des Einkaufszentrums baut nur noch eine Einkaufs-Ebene. Das bedeutet: Der Eingang liegt ebenerdig an der Telegrafenstraße. Die Geschäfte sind in der Tiefe bis zur Grundstücksgrenze geplant — und werden damit unter dem ebenerdigen Parkplatz liegen. Daher muss der Parkplatz-Hof ausgeschachtet werden, um dieses Niveau zu erreichen.

Am Zeitplan bis zur Eröffnung des neuen Einkaufszentrums im kommenden Jahr hätte sich aber auch im Falle eines Abrisses nichts geändert. "Es ist völlig egal, ob wir das Gebäude sanieren oder abreißen und neu bauen — es würde keine Bauverzögerungen geben", sagte der Unternehmer aus Bochum.

Alle Mieter haben die Verträge mittlerweile unterschrieben. Ende des kommenden Jahres sollen fast alle Fachmärkte ("dm", Schuhe, Textilien) sowie kleinere Spezialshops (Bäckerei, Kiosk, Blumen, Parfümerie u.a.) eingezogen sein. Nähere Informationen zu den Mietern nannte der Investor nicht: "Zu Namen äußere ich mich nicht", teilte Uhle mit.

Lediglich ein Fachmarkt, der in die Räume zieht, in denen derzeit der "dm"-Markt übergangsweise untergebracht ist, könne erst später einziehen, weil dieser Gebäudeteil zunächst noch umgebaut werden müsse. "Ich denke, dass im Februar oder März 2015 auch der letzte Mieter eingezogen sein wird", sagte Uhle. Das sei aber auch vom Wetter abhängig, man müsse abwarten, wie sehr Schnee und Frost die Bauarbeiten beeinträchtigen.

(RP)
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