Wermelskirchen: Das Handball-Camp ist heiß begehrt

Wermelskirchen: Das Handball-Camp ist heiß begehrt

Bis Freitag trainieren 60 Jungen und Mädchen täglich in der Schwanenhalle. Spaß am Sport, Koordination und Körpergefühl sind wichtige Ziele der Trainer. Ein Höhepunkt der Ferienfreizeit ist morgen die "Weltmeisterschaft".

Der zehnjährige Matz und seine Freunde Julius (9) sowie Carlo (6) nehmen zum ersten Mal am Handball-Camp in der Schwanenhalle teil. Auf die Frage, wie ihnen der Start des gestern begonnenen Osterferien-Sportvergnügens gefällt, streckten sie mit schwungvoller Geste ihrer Hand den "Gefällt mir"-Daumen in die Höhe.

Bereits zum 18. Mal richtet der Jugendhandballclub (JHC) Wermelskirchen das Camp aus - noch nie war es so schnell ausgebucht wie in diesem Jahr. Bereits im Februar war auf der Anmeldeliste die maximale Anzahl an Teilnehmern von 60 Jungen und Mädchen erreicht.

Schon öfters mitgemacht haben Julian (neun Jahre) sowie die beiden zehnjährigen Nils und Joshua. Sie freuten sich über die "coolen" Trikots, die jeder Teilnehmer direkt zu Anfang bekam, und können die "Handball-Weltmeisterschaft", die am morgigen Donnerstag ausgetragen wird, kaum erwarten. Bei diesem Turnier der Teilnehmer im Alter von fünf bis 14 Jahren treten die in drei Altersgruppen unterteilten Jungen und Mädchen jeweils gegeneinander an. Dazu bekommen die Teams die Namen einzelner Länder, um beim Camp-Turnier das gewünschte WM-Flair aufkommen zu lassen.

Campleiterin Natascha Krückenmeier kam über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu dem Job als Trainerin solcher Sport-Ferienfreizeiten. Sie spielt Handball für Köln in der Dritten Liga: "Die Kinder sollen spielerisch lernen." Sie erklärt auch, warum beim Handball-Camp in der Schwanenhalle Matten, Kisten und gar ein Barren aufgebaut sind: "Die Kinder durchlaufen einen Parcours zur Koordination des ganzen Körpers, was für Handball unglaublich wichtig ist."

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Krückenmeier nimmt beim Handball-Camp die Kinder gemeinsam mit den Trainern Moritz Adam (Longerich) sowie Lara Karathanassis und Paula Ohm (Bonn) unter ihre Fittiche: "Auch Übungen wie Seilchenspringen fördern das Körpergefühl - den Ablauf der Bewegungen und den Gleichgewichtssinn - der Teilnehmer." Natürlich sei eine "Horde" von 60 Kindern durchaus schwer zu bändigen, aber die Unterteilung in Altersgruppen und entsprechende Übungen, die persönliche Erfahrung als Jugendtrainer im Verein sowie die Freude am Sport würden es richten: "Alle nehmen jedes Kind mit und sorgen dafür, dass alle Spaß haben."

JHC-Abteilungsleiter Matthias Ueberholz beschreibt das Ziel der Jugendhandball-Spielegemeinschaft: "Wir möchten den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung in den Ferien bieten." Die Gewinnung von neuen Mitgliedern stünde weniger im Vordergrund, denn so erläutert Ueberholz: "Bislang stammten 80 Prozent der Campteilnehmer aus den eigenen Reihen." Das sei allerdings dieses Mal anders: "Der Anteil von vereinsfremden Teilnehmer liegt beim aktuellen Handball-Camp bei der Hälfte. Das ist ungewöhnlich." So stammen beispielsweise Kinder von den "Bergischen Panthern" oder den "Füchsen Oberberg". Ueberholz weiter: "Bei den bisherigen Camps hatten wir immer bis kurz vorher zumindest zwei oder drei noch freie Plätze. Das Osterferien-Camp war rasend schnell ausgebucht - das Interesse ist eher gewachsen." Entsprechend lägen bereits jetzt Anmeldungen für das nächste Handball-Camp des JHC vom 22. bis 25. Oktober in den Herbstferien vor.

Die vier Tage Training und Sport bis zum kommenden Freitag schrecken übrigens Julian, Nils, Joshua, Matz, Julius und Carlo nicht: "Wir haben keine Angst vor Muskelkater."

Informationen über den JHC Wermelskirchen im Internet: www. jhc-wermelskirchen.jimdo.com

(sng)