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Dabringhausen: Zwei Frauen könnten KO-Tropfen verabreicht worden sein

Blut- und Urionproben werden untersucht : Verdacht beim Zoch: Frauen Opfer von KO-Tropfen

(pd) Der Rosenmontagszug in Dabringhausen ist trotz des Regenwetters von geschätzt 5000 Menschen besucht worden und insgesamt friedlich verlaufen, teilt die Polizei mit. Allerdings gab es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche stark alkoholisierte Jugendliche und Heranwachsende – eine 17-Jährige wurde mit 1,78 Promille aufgegriffen – im Bereich des Kirchenplatzes und vor einer Gaststätte, die nicht zum friedlichen Feiern gekommen waren: Ein Mann musste vorübergehend in die Gewahrsams-Zelle der Polizeiwache Burscheid gebracht werden, es wurden acht Platzverweise erteilt.

Außerdem schrieb die Polizei in Dabringhausen zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung und eine wegen Sachbeschädigun. Im Nachgang wurden zwei Fälle bekannt, in denen den Geschädigten durch Unbekannte möglicherweise KO-Tropfen verabreicht wurden – das wäre ein Novum unter den kriminellen Taten während des Zugs im Dorf. Die Frauen wurden im Krankenhaus behandelt, es wurden Strafverfahren eingeleitet. „Dabei handele sich in einem Fall um eine 17-Jährige aus Wermelskirchen und um eine 27-Jährige, die ins Sana-Klinikum Remscheid gebracht wurde“, sagte Polizeisprecher Christian Tholl auf Nachfrage dieser Redaktion. Sollte sich der Verdacht erhärten, werde die Auswertung von Blut- und Urinproben der beiden Geschädigten zeigen. Insgesamt hat die Polizei Rhein-Berg über die Karnevalstage 125 polizeiliche Einsätze mit Karnevalsbezug gezählt, was annähernd gleich sei mit der Anzahl aus dem Vorjahr (123). In 179 Fällen mussten polizeiliche Maßnahmen getroffen werden, was einen deutlichen Rückgang zu 2019 (230) darstellt. Die Polizei sprach auch insgesamt deutlich weniger Platzverweise aus. 96 gegenüber 143. 25 Menschen mussten vorübergehend in ein Polizeigewahrsam eingeliefert werden (2019: 24). Die Anzahl an Sachbeschädigungen, die zu Strafanzeigen führten, blieb mit 13 annähernd gleich (12). Die Körperverletzungsdelikte nahmen mit 31 Taten zum Vorjahr (39) leicht ab.