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Dabringhausen: Lesung und Live-Musik amüsiert die Zuhörer

„Solo für Opa“ und die „Glücksritter“ : Lesung und Live-Musik amüsiert die Zuhörer

Im „Markt 57“ las Thomas Krüger aus seinem aktuellen Buch „Solo für Opa“.

Das „Sitzfleisch“ der 18 Besucher in der ersten Etage vom „Markt 57“ der gemeinnützigen Gesellschaft „Miteinander in Dabringhausen“ war nach drei Stunden doch recht strapaziert. Aber: Bei der Lesung von Thomas Krüger, die mit musikalischen Einlagen der Wermelskirchener Band „Soldiers of fortune“ gespickt war, erwies sich das Publikum nicht nur als ausdauernd. Vielmehr erwiesen sich die Besucher als äußerst amüsierte Schar, die aufmerksam zuhörte und jede geschilderte Situationskomik sowie jeden belustigenden, aber von der Buchfigur natürlich meist gar nicht lustig gemeinten Gedankengang mit heiterem Lachen quittierten.

Thomas Krüger, Autor aus Bergisch Gladbach, las aus seinem neuen Buch „Solo für Opa“. Darin steht Herbert Fröhlich plötzlich ohne seine Frau Margit und seine Tochter Brigitte aber mit Enkelin Julia alleine da – und ist ratlos. Im Laufe der Geschichte, die immer wieder in die Gedanken- sowie Erinnerungswelt der Hauptperson entführt, nähern sich Opa und Enkelin zunehmend an. Schließlich sieht sich Herbert mit einem Erpresserbrief konfrontiert, der nahelegt, dass Frau und Tochter entführt sind. Ob dem so ist, löste Thomas Krüger bei seiner Lesung nicht auf – schließlich soll dem Leser die Spannung erhalten bleiben.

Die Geschichte spickten drei der eigentlich vierköpfigen Band „Soldiers of fortune“ mit Live-Musik und spannten dabei stets einen Bogen von der Geschichte zum gewählten Lied. So garnierten Sänger Frank Hermes, Schlagzeuger Max Reinecke und Gitarrist Uwe Wokowski die Erinnerung von Opa Herbert an sein Kennenlernen mit Margit im Jahr 1962 in Herne mit Stefan Stoppoks herausragender Ballade „Wie tief kann man sehen?“ - Stoppok stammt aus Essen und avancierte im Laufe seiner Karriere zur Pott-Ikone.

„Uwe Wokowski und Thomas Krüger kennen sich schon länger. Daraus ist die Idee des Gemeinschaftsprojekts, das wir bereits bei Uwe im heimischen Wohnzimmer ausprobiert haben, entstanden“, sagte Frank Hermes im Gespräch mit unserer Redaktion: „Dann haben wir im 'Markt 57' angefragt und sind auf offene Ohren gestoßen. Vielleicht machen wir das demnächst mal in Remscheid.“

Da viele deutschsprachige Stücke gespielt wurden, nennen sich die „Soldiers of fortune“-Musiker bei der Lesung- und Live-Musik-Kombination „Die Glücksritter“.