Dabringhausen: Höferhof heißt Straußenfarm-Stadion

Treuer Sponsor in Dabringhausen : Höferhof heißt Straußenfarm-Stadion

Als langjähriger Sponsor hat Klaus Stöcker sein Engagement für den Dabringhausener Turnverein nochmals ausgeweitet. Auf dem ersten Kunstrasenplatz Wermelskirchens hält neben dem Adler nun auch der „Vogel Strauß“ Einzug.

Der Dabringhausener Turnverein (DTV) hat es mit Vögeln: Nicht nur, dass der Adler aus dem Vereinswappen von den Spielern auf der Brust getragen wird und der Verein eine Patenschaft für einen dieser Greifvögel bei der Falknerei Bergisch Land übernommen hat - jetzt hält obendrein der „Vogel Strauß“ Einzug auf dem Kickergrün in Höferhof. Die Heimstatt des DTV, der erste Fußballplatz im Wermelskirchener Stadtgebiet, der zur Kunstrasenfläche umgebaut wurde, heißt nun Straußenfarm-Stadion. Entsprechende Schilder sind vor Ort bereits angebracht, die DTV-eigenen Wegweiser zum bisherigen Höferhof-Stadion sollen in den nächsten Wochen noch entsprechend geändert werden. Die Straßenschilder bleiben jedoch wie sie sind – auch um eine Verwechslung von Sportplatz und tatsächlicher Straußenfarm in Emminghausen zu vermeiden.

Mit diesem Sponsoring tritt der DTV in die Fußstapfen von Verfahren, die „große“ Vereine und Betreiber bei Stadien und Veranstaltungshallen längst umsetzen. „Wir haben gar nicht speziell daraufhin gearbeitet oder gar mühevoll gesucht“, sagt Heiko Cürlis, Leiter der DTV-Fußball-Abteilung. Vielmehr habe man sich wie jedes Jahr mit den Sponsoren zusammengesetzt und überlegt, wie es weiter geht. „Dabei entstand die Idee, als Namensgeber für das Stadion zu fungieren“, beschreibt Klaus Stöcker, Betreiber der bekannten Straußenfarm in Emminghausen. Stöcker gehört seit über 25 Jahren zur Riege der DTV-Sponsoren und stieß bei seiner Lebensgefährtin Susanne Burghoff sowie seiner Tochter Mara Stöcker auf offene Ohren für das Vorhaben.

„Uns war dabei sehr wichtig, dass wir mit dieser Idee einen treuen Sponsor aus unserer Gegend mit ins Boot holen“, betont Heiko Cürlis. Und Klaus Stöcker sieht einen Gewinn für beide beteiligte Seiten: „Der Name Straußenfarm-Stadion macht erst einmal stutzig, da schaut jeder zwei Mal hin. So entsteht Aufmerksamkeit für das Stadion des DTV und die Straußenfarm in Emminghausen.“ Über konkrete Summe will der Sponsor nicht sprechen, aber für den Stadionnamen habe er sein Engagement für den DTV verdoppelt: „Ich kann keine Zeit einbringen. Aber ich kann und möchte diejenigen, die ehrenamtlich Zeit investieren und Jugend- sowie Sportarbeit leisten, unterstützen.“ Jeder müsse einen Beitrag zum Leben im Dorf leisten: „Das ist immens wichtig.“

Angesprochen auf die Zeitspanne der Namensgebung zucken Cürlis und Stöcker mit den Schultern: „Einen befristeten Vertrag haben wir nicht, wir vertrauen uns.“ Klaus Stöcker, der übrigens selbst nie Fußball gespielt hat, fügt an: „Solange es die Straußenfarm gibt, heißt der Sportplatz am Höferhof nunmehr Straußenfarm-Stadion.“

Nachdem auch Namen wie „Arena“ oder „Manege“ diskutiert wurden, fiel die Entscheidung für den Begriff Stadion. „Die naheliegendste Variante ist oft die beste“, sagt Klaus Stöcker. Das Logo, das das Markenzeichen der Straußenfarm in Emminghausen mit dem Stadion-Begriff und einen Fußball kombiniert, entwarf Tracy Westerfeld-Searle.

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